Die Dorfkapelle wurde 1875 erbaut. Damals dürften mehrere Kapellen in Frankenburg entstanden sein. Der Grund dafür war der weite Weg von den Ortschaften zur Pfarrkirche. Die Lenzlbauer - Kapelle diente nicht nur der Ortschaft Innerhörgersteig (Großhörgersteig), sondern auch den umliegenden Dörfern Außerhörgersteig (Kleinhörgersteig), Diemröth und Lessigen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte durch Ignaz und Maria Winter eine große Renovierung. Am 21.10.1945 wurde die restaurierte Kapelle von Pfarrer Josef Norbert Unfried eingeweiht. Ein Jahr später, 1946, wurde der Frankenburger Pfarrer zum Propst des Stiftes Mattsee geweiht.
Nachdem die Kapelle im Laufe der Jahrzehnte baufällig wurde, errichtete sie die Dorfgemeinschaft in den Jahren 1990/91 nach den Originalplänen neu. Das dies gegenüber dem Denkmalschutz möglich wurde, war der Unterstützung durch den damaligen Bürgermeister Martin Kaiser zu verdanken.
Das Baumaterial stellte die Firma Schmid gratis zut Verfügung. Das Holz kam vom heutigen Kapellenbesitzer und wurde vom Sägewerk Ziegler (Erlatmüller) gratis geschnitten. Der Dachstuhl wurde von Johann Winter, die Turmverkleidung von Hubert Schönlechner und die Blecharbeiten von Johann Wimmer gemacht. Maurer waren Johann Winter und Erich Feichtinger. Die restlichen Dorfbewohner unterstützten kräftig mit Geldspenden.
Die Einweihung erfolgte an einem schönen Herbstsonntag. Am 15.10.1991 weihte Pfarrer Konsistorialrat Josef Sallaberger die Kapelle unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ein.
Die Lenzlbauer - Kapelle ist eine der größten Kapellen in Frankenburg. Im Inneren ist sie schlicht und einfach gehalten. Bewusst wurde auf wertvolle Gegenstände verzichtet.
Das mit Biberschwanzziegeln gedeckte Satteldach ist rückwärts dem 5/8 Schluss der Apsis angepasst und vorne mit einem geschweiften Blendgiebel versehen. Über sechs Steinstufen gelangt man zum Eingang. Zwei halbhohe Lettnermauern, auf denen das Altargitter aufsetzt, reichen bis zur integrierten Gittertür, die in den Altarraum führt.