Lenzlbauer - Kapelle

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Einfache Kapelle
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4873 Frankenburg am Hausruck (Vöcklabruck)
Adressbeschreibung:
mitten in der Ortschaft Innerhörgersteig
Adresse (Ortschaft):
Innerhörgersteig 13 (Innerhörgersteig)
Breiten-, Längengrad:
48.049301292373, 13.474796888885 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
900 cm

b) Gesamtbreite:
510 cm

c) Gesamttiefe:
606 cm
AKfKDF Bemassung Kapelle Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Christusmonogramm (IHS)
aus Schmiedeeisen im Altargitter oben in der Mitte


Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
Heilige Maria bit für uns J .u. A. Wintter


Symbol

Kreuz: Lateinisches Kreuz
am Antependium in eine darauf montierte Holztafel integriert

Kapellenausstattung

Altar
Der gemauerte, der Mauer entsprechend eingebaute Altartisch, ist weiß geputzt und mit einem Altartuch bedeckt.


Sakrales Bild
Material für Bilder

Putz

Sakrale Ikonographie

Mariendarstellung - Maria Hilf
im Giebelfeld auf einem weißen, glatt geputzten Scheinfenster mit Konvexbogen


Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit Kleeblattenden)

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
Das Metallkreuz sitzt auf einem Knauf am Dachreiter.


Architektonische Besonderheit

Glockentürmchen / Dachreiter
oktogonaler Turmhelm aus Metall, gefalzt, mit Einspringer über den Schallfenstern, Türmchen mit Biberschwanzziegeln verkleidet, 4 offene Schallfenster


Kapellenausstattung

Standkerzenhalter
2 große Standkerzenhalter mit Engelfiguren, gefasst, auf der Mensa die Madonna flankierend; davor noch 2 niedrige Kerzenleuchter


Sakrale Figur
Material für Figuren

Holz
gefasst

Sakrale Ikonographie

Mariendarstellung - Maria Immaculata
als Hauptfigur des Altares mit Sternennimbus


Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit geraden Enden)

Kreuzdarstellung

Arma-Christi-Kreuz mit Assistenzfiguren
Das Standkruzifix steht auf einem Holzsockel, auf dem Maria und Magdalena positioniert sind. Dahinter ist eine geschnitzte Umrahmung in Kreuzform angebracht.


Kapellenausstattung

Kniebank
Eine einfache Kniebank ohne Armstütze steht vor dem Altar.


Tür
Türsturz

Bogenförmiger Sturz
Segmentbogen

Türblatt

Holztür - Eingestemmte Füllungstür
zweiflügelig


Fenster
Fensterform

Halbkreisbogen (Rundbogen)

Fensterfunktion

Belichtung
4 Sprossenfenster vergittert, je zwei an den Seitenwänden und zwei im Altarraum


Kapellenausstattung

Sitzbank
zwei Sitzreihen mit je 4 Bänken = insgesamt 8 Bänke

Mauerwerk
Mauerwerk-Art

Lehmziegel - gebrannt (Ton)

Mauerwerk-Technik

verputzt
Rieselputz, gelb gestrichen, bei den breiten Mauerkanten und dem unteren breiten Mauerrand ist der Rieselputz weiß. Ein mehrfach profiliertes Umlaufgesims sowie der ebenso gestaltete Rand des Giebelfeldes sind weiß und glatt geputzt, auch die profilierten Faschen der Fenster und der Tür. Der gesamte Chorbereich ist gelb, der zurückspringende Sockel grau.

Errichtung
1990 - 1991

Votationsgrund
Bet-/Andachtstätte

Die Dorfkapelle wurde 1875 erbaut. Damals dürften mehrere Kapellen in Frankenburg entstanden sein. Der Grund dafür war der weite Weg von den Ortschaften zur Pfarrkirche. Die Lenzlbauer - Kapelle diente nicht nur der Ortschaft Innerhörgersteig (Großhörgersteig), sondern auch den umliegenden Dörfern Außerhörgersteig (Kleinhörgersteig), Diemröth und Lessigen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte durch Ignaz und Maria Winter eine große Renovierung. Am 21.10.1945 wurde die restaurierte Kapelle von Pfarrer Josef Norbert Unfried eingeweiht. Ein Jahr später, 1946, wurde der Frankenburger Pfarrer zum Propst des Stiftes Mattsee geweiht.

Nachdem die Kapelle im Laufe der Jahrzehnte baufällig wurde, errichtete sie die Dorfgemeinschaft in den Jahren 1990/91 nach den Originalplänen neu. Das dies gegenüber dem Denkmalschutz möglich wurde, war der Unterstützung durch den damaligen Bürgermeister Martin Kaiser zu verdanken.
Das Baumaterial stellte die Firma Schmid gratis zut Verfügung. Das Holz kam vom heutigen Kapellenbesitzer und wurde vom Sägewerk Ziegler (Erlatmüller) gratis geschnitten. Der Dachstuhl wurde von Johann Winter, die Turmverkleidung von Hubert Schönlechner und die Blecharbeiten von Johann Wimmer gemacht. Maurer waren Johann Winter und Erich Feichtinger. Die restlichen Dorfbewohner unterstützten kräftig mit Geldspenden.

Die Einweihung erfolgte an einem schönen Herbstsonntag. Am 15.10.1991 weihte Pfarrer Konsistorialrat Josef Sallaberger die Kapelle unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ein.

Die Lenzlbauer - Kapelle ist eine der größten Kapellen in Frankenburg. Im Inneren ist sie schlicht und einfach gehalten. Bewusst wurde auf wertvolle Gegenstände verzichtet.

Das mit Biberschwanzziegeln gedeckte Satteldach ist rückwärts dem 5/8 Schluss der Apsis angepasst und vorne mit einem geschweiften Blendgiebel versehen. Über sechs Steinstufen gelangt man zum Eingang. Zwei halbhohe Lettnermauern, auf denen das Altargitter aufsetzt, reichen bis zur integrierten Gittertür, die in den Altarraum führt.

Literaturquelle
2010
Kleindenkmäler in Frankenburg und Redleiten,
Erwin Hofbauer, Gottfried Eitzinger Jun., Wilhelm Frickh, Seite 190-191
Datenbankerfassung
2021-12
Hofbauer Erwin
Letzte Überarbeitung
2024-10
KD Administrator
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