Sierninger Pestsäule

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Nischenpfeiler
Zustand:
Gut
Ort (Bezirk):
4522 Sierning (Steyr-Land)
Adresse (Ortschaft):
Ruthnergasse 3 (Sierning)
Breiten-, Längengrad:
48.043291051906, 14.309660196304 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
550 cm

g) Säulen/Pfeilerhöhe:
206 cm
AKfKDF_Bemassung_Bildstock_Vereinheitlicht
Besondere Funktion
Totenrast
Bei Begräbnissen aus Pichlern und Wallern wurden hier vom Priester die Leichen empfangen und gesegnet. 
Sakrale Figur
Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Sebastian
In der tiefen Rundbogennische an der Vorderseite des Aufsatzes.

Material für Figuren

Holz
gefasst


Sakrales Bild
Material für Bilder

Metall
bemalt

Sakrale Ikonographie

Mariendarstellung - Maria mit Kind
Mondsichelmadonna, das Jesuskind hält eine Weltkugel in den Händen


Sakrales Bild
Material für Bilder

Metall

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Florian


Sakrales Bild
Material für Bilder

Metall

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Elisabeth von Thüringen
Ein Kind am Arm, eines an der Hand, das dritte Kind steht vor ihr mit einem Korb Brot.

Stein
Stein-Art

Konglomerat

Stein-Technik

behauen
Der oktogonale breitere Sockel, der mit schrägem Ansatz in den ebenso geformten Schaft übergeht, ist aus Konglomerat, der Aufsatz aus Sandstein.

Errichtung
1501 - 1550

Votationsgrund
Pest/Seuche

1497 und 1519 wütete die Pest in Steyr und Umgebung und viele Pestsäulen wurden nach Beendigung der Seuche aufgestellt.

An der Einmündung der Ruthnergasse in die Bahnhofstraße steht auf einem kleinen Plateau die gotische Pestsäule. Sie ruht auf einem achteckigen Sockel, der 2,06 m hoch und aus Konglomerat gehauen ist. Ein dreistufiger Hals verbindet Schaft und den quadratischen, aus Sandstein gebildeten Aufsatz, in dem sich in drei flachen Nischen Blechbilder und in einer Vertiefung die Skulptur des Pestpatrones, des hl. Sebastians, befinden. Auf den Bildern sind die Muttergottes mit Kindern, auf der Mondsichel stehend, der hl. Florian und die hl. Elisabeth dargestellt. Den Kopf der Säule schmücken noch spätgotische Krabben, die sich an vier Schrägen emporranken und acht Fialen, die eine große, in der Mitte herausragende Kreuzblume umkränzen. Die Säule wurde im Jahre 1967 von Steinmetzmeister B. Steller, Linz, restauriert. Die Bilder erneuerte Prof. Karl Maria Kubicek. Malermeister Walter Bayer sen. überarbeitete und fasste die Statue frisch. Bei dieser Säule wurden einst bei Begräbnissen aus Pichlern und Wallern vom Priester die Leichen empfangen und gesegnet. 

Literaturquelle
2009
Kleindenkmäler in Sierning,
Helmut Lipa und Landjugend Sierning-Schiedlberg Bildnachweis: inkl. Titelbild Heinrich Sperer, Heinrich Sperer und Landjugend Sierning Schiedlberg, Seite Nr. 8
Datenbankerfassung
2024-10
Brunmayr Erwin
Letzte Überarbeitung
2025-11
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich