An der Einmündung der Ruthnergasse in die Bahnhofstraße steht auf einem kleinen Plateau die gotische Pestsäule. Sie ruht auf einem achteckigen Sockel, der 2,06 m hoch und aus Konglomerat gehauen ist. Ein dreistufiger Hals verbindet Schaft und den quadratischen, aus Sandstein gebildeten Aufsatz, in dem sich in drei flachen Nischen Blechbilder und in einer Vertiefung die Skulptur des Pestpatrones, des hl. Sebastians, befinden. Auf den Bildern sind die Muttergottes mit Kindern, auf der Mondsichel stehend, der hl. Florian und die hl. Elisabeth dargestellt. Den Kopf der Säule schmücken noch spätgotische Krabben, die sich an vier Schrägen emporranken und acht Fialen, die eine große, in der Mitte herausragende Kreuzblume umkränzen. Die Säule wurde im Jahre 1967 von Steinmetzmeister B. Steller, Linz, restauriert. Die Bilder erneuerte Prof. Karl Maria Kubicek. Malermeister Walter Bayer sen. überarbeitete und fasste die Statue frisch. Bei dieser Säule wurden einst bei Begräbnissen aus Pichlern und Wallern vom Priester die Leichen empfangen und gesegnet.