Das mit einem Schutzdach versehene Kreuz bezieht sich auf den Namen des gegenüberliegenden Hauses. Es wurde an der Abzweigung zur Branntweinstiege aufgestellt. Der Blechschnittkorpus ist 115 cm hoch. Unterhalb des Daches steht die Kreuzesinschrift INRI. Am Fuß des Stammes hängt eine Tafel mit dem Schriftband » Gelobt sei Jesus Christus«. Ein kleines Blumenbeet ziert die Andachtsstätte. Das Kreuz soll die Grenze der Bannmeile markiert haben, die von Pichlern bis zum Beinhackl-Kreuz in Steinfeld reichte. Im 16. Jahrhundert wurden in vielen Ortschaften Bannrechte für Herrschaftsmühlen, -tavernen, -brauereien und andere Betriebe eingeführt. Hierdurch wurden die Untertanen innerhalb eines festgelegten Gebietes (Bannmeile) gezwungen, ihr Getreide in einer bestimmten Mühle mahlen zu lassen. Die Untertanen wurden auch angehalten, ihre Hochzeits-, Kinds- und Totenmähler in der Herrschaftstaverne einzunehmen. Solche Rechte ermöglichten es den Grundherren, auch qualitativ minderwertige Produkte zu hohen Preisen abzusetzen. Das Kreuz wurde 1982 restauriert. Den Blechschnittkorpus bemalte Regina Duftschmied, Sierninghofen. 1999 wurde, bedingt durch die Errichtung einer Wohnanlage, der Standort verändert. Das neue Holzkreuz errichtete der Gemeindebedienstete Gerald Mauhart. Die Segnung des neuen Kreuzes erfolgte im Mai 1999 durch Pfarrer Kons.Rat Helmut Fröhlich.