Über einer hohen Stützmauer und unter überhängenden Felsen der Niederterrasse steht an der steilen Wasserstiege diese 2 m hohe, aus einem Stück gehauene Konglomeratsäule. Der klobigen, asymmetrischen Form und der Verwitterung nach handelt es sich um eine alte Säule. Auf einem Sockel erhebt sich der 90 cm hohe quaderförmige Schaft, auf dem die Laterne ruht. Ein breites Steinkreuz bekrönt die Säule. Den Aufsatz schmückten früher drei Blechbilder. Lange Zeit hing nur ein gerahmtes Druckbild Mariens unter Glas in der vorderen Nische. Nun malte Frau Theresia Wührleitner, Neuzeug, drei Bilder, die einfache religiöse Volkskunst nach Art der Hinterglasbilder, darstellen. Sie zeigen die Hl. Dreifaltigkeit und die Heiligen Sebastian und Florian mit entsprechenden Anrufungen in Druckschrift. Angeblich soll dieser Bildstock eine Pestsäule sein. Nach einer anderen Version wurde die Säule zum Gedenken an zwei tragische Ereignisse errichtet. Große Felstrümmer lösten sich am 4. Jänner 1903 von der steilen Wand der Niederterrasse und beschädigten den Holzlagerplatz einer Zimmerei. Am 10. Februar 1903 stürzten wieder riesige Felsblöcke und Gesteinsmassen in die Tiefe, schleuderten einen Stadel in die Steyr, durchbohrten im Tal das Dach eines Kuhstalles, erschlugen zwei Kühe, verletzten zwei weitere Rinder und zertrümmerten mehrere Wagen und Pferdeschlitten. Einige Passanten und ein Fuhrmann eines mit Pferden bespannten Wagens hatten Glück. Sie passierten unmittelbar vor dem Felssturz die Gefahrenstelle. Die Errichtungszeit der Gedenkstätte dürfte weit zurückliegen.