Steinsäule an der Wasserstiege

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Blockpfeiler
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4523 Sierning (Steyr-Land)
Adresse (Ortschaft):
Wehrgraben 4a (Sierning)
Breiten-, Längengrad:
48.044029660585, 14.335742987532 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
200 cm

g) Säulen/Pfeilerhöhe:
90 cm
AKfKDF_Bemassung_Bildstock_Vereinheitlicht
Sakrales Bild
Material für Bilder

Keramik/Ton

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Florian


Sakrales Bild
Material für Bilder

Keramik/Ton

Sakrale Ikonographie

Dreifaltigkeitsdarstellung


Sakrales Bild
Material für Bilder

Keramik/Ton

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Sebastian


Kreuz
Kreuzform

Griechisches Kreuz (mit geraden Enden)

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
Steinkreuz bekrönt den Bildstock

Stein
Stein-Art

Konglomerat

Stein-Technik

behauen
An den niedrigen quadratischen Sockel schließt ein abgefaster Schaft von 90 cm Höhe. Der Aufsatz mit 3 Rundbogennischen für die Bilder endet mit einem geschwungenem Zeltdach und angesetztem Kreuz.

Errichtung
1903

Votationsgrund
Pest/Seuche

Dem Alter des Objektes nach zu schließen und nach Überlieferung vermutet man, dass es sich um ein Pestkreuz handelt.

Über einer hohen Stützmauer und unter überhängenden Felsen der Niederterrasse steht an der steilen Wasserstiege diese 2 m hohe, aus einem Stück gehauene Konglomeratsäule. Der klobigen, asymmetrischen Form und der Verwitterung nach handelt es sich um eine alte Säule. Auf einem Sockel erhebt sich der 90 cm hohe quaderförmige Schaft, auf dem die Laterne ruht. Ein breites Steinkreuz bekrönt die Säule. Den Aufsatz schmückten früher drei Blechbilder. Lange Zeit hing nur ein gerahmtes Druckbild Mariens unter Glas in der vorderen Nische. Nun malte Frau Theresia Wührleitner, Neuzeug, drei Bilder, die einfache religiöse Volkskunst nach Art der Hinterglasbilder, darstellen. Sie zeigen die Hl. Dreifaltigkeit und die Heiligen Sebastian und Florian mit entsprechenden Anrufungen in Druckschrift. Angeblich soll dieser Bildstock eine Pestsäule sein. Nach einer anderen Version wurde die Säule zum Gedenken an zwei tragische Ereignisse errichtet. Große Felstrümmer lösten sich am 4. Jänner 1903 von der steilen Wand der Niederterrasse und beschädigten den Holzlagerplatz einer Zimmerei. Am 10. Februar 1903 stürzten wieder riesige Felsblöcke und Gesteinsmassen in die Tiefe, schleuderten einen Stadel in die Steyr, durchbohrten im Tal das Dach eines Kuhstalles, erschlugen zwei Kühe, verletzten zwei weitere Rinder und zertrümmerten mehrere Wagen und Pferdeschlitten. Einige Passanten und ein Fuhrmann eines mit Pferden bespannten Wagens hatten Glück. Sie passierten unmittelbar vor dem Felssturz die Gefahrenstelle. Die Errichtungszeit der Gedenkstätte dürfte weit zurückliegen.

Literaturquelle
2009
Kleindenkmäler in Sierning,
Helmut Lipa und Landjugend Sierning-Schiedlberg Bildnachweis: inkl. Titelbild Heinrich Sperer, Heinrich Sperer und Landjugend Sierning Schiedlberg, Seite Nummer 47
Datenbankerfassung
2024-07
Brunmayr Erwin
Letzte Überarbeitung
2025-11
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich