An der Straße Sierning-Zur Gnädigen steht vor Oberbrunnern der Bildstock. Im Zuge eines Straßenumbaus wurde er vom alten Platz versetzt. Der sechsseitige Schaft trägt einen Aufsatz dessen vier abgerundete Kanten sich nach oben verjūngen. In der Nische, die zur Straße zeigt, befindet sich ein Dreifaltigkeitsbild. An der Rückseite steckte in der kleinen Nische ein verrostetes Blechbild. Der Volksmund berichtet, dass dort französische Soldaten begraben seien. Jedenfalls lässt der Baustil auf ein hohes Alter schließen. Nach einer anderen Version soll dieser Bildstock eine Pestsäule sein. Heute noch werden beim »Pfingstbeten« von der Dorfgemeinschaft vor dieser Säule Gebete um Schutz gegen ansteckende Krankheiten und Anrufungen zum hl. Sebastian, dem Pestheiligen, verrichtet. Die Bildsäule trāgt ein päpstliches, dreibalkiges Kreuz. Sie wurde im Sommer 1980 gründlich gereinigt. Das Marterl wurde 1996 durch einen Verkehrsunfall stark beschädigt. Noch im selben Jahr wurde der Bildstock durch den Steinmetz Gruber, Kremsmünster, repariert. Der originale Aufsatz wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht möglich war, weshalb er durch einen Nachbau aus Konglomerat ersetzt wurde.