Steinmarterl mit Papstkreuz

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Nischenblockpfeiler
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4522 Sierning (Steyr-Land)
Adresse (Ortschaft):
Rathstraße (Sierning)
Breiten-, Längengrad:
48.071799286546, 14.320135831767 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
190 cm

b) Gesamtbreite:
56 cm

c) Gesamttiefe:
56 cm

g) Säulen/Pfeilerhöhe:
85 cm

h) Säulen/Pfeilerbreite:
55 cm

i) Säulen/Pfeilertiefe:
50 cm

j) Aufsatzhöhe:
95 cm

k) Aufsatzbreite:
66 cm

l) Aufsatztiefe:
50 cm

m) Bekrönungshöhe:
45 cm
AKfKDF_Bemassung_Bildstock_Vereinheitlicht
Symbol

Sonne
rechts zu Füßen Jesu


Symbol

Mond
befindet sich links zu den Füßen Jesu

Sakrales Bild
Material für Bilder

Keramik/Ton

Sakrale Ikonographie

Dreifaltigkeitsdarstellung


Kreuz
Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
Metallkreuz an der Spitze des Aufsatzes

Kreuzform

Papstkreuz (mit Kugelenden)

Stein
Stein-Art

Konglomerat
Neuer Aufsatz

Stein-Technik

behauen

Errichtung

Votationsgrund
Tod durch kriegerische Auseinandersetzung

Es wird vermutet, dass französische Soldaten dort begraben liegen, aber auch von einem "Pestmarterl" wird gesprochen.

An der Straße Sierning-Zur Gnädigen steht vor Oberbrunnern der Bildstock. Im Zuge eines Straßenumbaus wurde er vom alten Platz versetzt. Der sechsseitige Schaft trägt einen Aufsatz dessen vier abgerundete Kanten sich nach oben verjūngen. In der Nische, die zur Straße zeigt, befindet sich ein Dreifaltigkeitsbild. An der Rückseite steckte in der kleinen Nische ein verrostetes Blechbild. Der Volksmund berichtet, dass dort französische Soldaten begraben seien. Jedenfalls lässt der Baustil auf ein hohes Alter schließen. Nach einer anderen Version soll dieser Bildstock eine Pestsäule sein. Heute noch werden beim »Pfingstbeten« von der Dorfgemeinschaft vor dieser Säule Gebete um Schutz gegen ansteckende Krankheiten und Anrufungen zum hl. Sebastian, dem Pestheiligen, verrichtet. Die Bildsäule trāgt ein päpstliches, dreibalkiges Kreuz. Sie wurde im Sommer 1980 gründlich gereinigt. Das Marterl wurde 1996 durch einen Verkehrsunfall stark beschädigt. Noch im selben Jahr wurde der Bildstock durch den Steinmetz Gruber, Kremsmünster, repariert. Der originale Aufsatz wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht möglich war, weshalb er durch einen Nachbau aus Konglomerat ersetzt wurde. 

Literaturquelle
2009
Kleindenkmäler in Sierning,
Helmut Lipa und Landjugend Sierning-Schiedlberg Bildnachweis: inkl. Titelbild Heinrich Sperer, Heinrich Sperer und Landjugend Sierning Schiedlberg, Seite Nummer 84
Datenbankerfassung
2023-07
Brunmayr Erwin
Letzte Überarbeitung
2025-11
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich