Sonnleithner-Kapelle

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Einfache Kapelle
Zustand:
Abgekommen
Ort (Bezirk):
4840 Vöcklabruck (Vöcklabruck)
Adresse (Ortschaft):
Vornbuch 5 (Vornbuch)
Breiten-, Längengrad:
48.008005912683, 13.686395287514 (Navigation starten)
Inschrift
Inschriftentyp

Initialen
K.E.

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Die Initialen sind im Eisengitter integriert. Die Initialen K.E. verweisen auf Katharina Enser.

Besondere Funktion
Ort für Maiandacht
Fenster
Fensterform

Dreiecksfenster
An der Rückseite der Kapelle mit Buntglas.

Fensterfunktion

Belichtung


Fenster
Fensterform

Kielbogen (Spitzbogen)
An beiden Seitenwänden je ein Fenster

Fensterfunktion

Belichtung


Kapellenausstattung

Sitzbank
25 Sitzplätze


Kapellenausstattung

Altar
Neugotischer Altar


Sakrales Bild
Material für Bilder

Karton/Papier

Sakrale Ikonographie

Mariendarstellung - Maria Hilf
Im Altar


Sakrale Figur
Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Antonius von Padua
wurde gestohlen

Material für Figuren

Holz


Tür
Türsturz

Gerader Sturz

Türblatt

Eisentür - Schmiedeeisentür


Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit frei gestalteten Enden)
nicht mehr erkennbar

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
Am Giebel des Daches


Sakrale Figur
Material für Figuren

Holz

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Gallus

Mauerwerk
Mauerwerk-Art

Lehmziegel - gebrannt (Ton)

Mauerwerk-Technik

unverputzt
Steinsichtig gemauert Traufenlinie verputzt und weiß gestrichen, Satteldach mit Ziegeln gedeckt, der Form der Apsis angepasst.

Errichtung
1890 - 1900

Votationsgrund
Dank

Errettung aus Lebensgefahr

Diese Kapelle hatte ein großes Ausmaß (25 Sitzplätze), eine schöne Architektur, ein Eisengitter mit "K.E.", zwei Fenster mit Buntglasteilen, auf der Rückseite ein kleines, buntes Dreieck-Fenster. Der neugotische Altar (1,65 x 1,80m), derzeit im Haus Vornbuch 5, trägt ein Puchheimer Maria-Hilf-Bild mit Spruch darunter: "O hl. Maria immer hilf", auch eine St. Gallus Statue, eine Antonius-Statue (wurde gestohlen).

Nach Aussage der letzten Besitzerin, Franziska Neudorfer, hatte eine alte Bäuerin auf diesem "Bauer in der Sonnleithen" einen großen Asthmaanfall, als sie vom Haus den Berg hinabging. Sie war in Lebensgefahr und hat aus Dankbarkeit ihrer Errettung diese Kapelle versprochen. Die Initialen "K.E." im Eisengitter verweisen auf Katharina Enser, die sieben Kinder hatte und 1880 im Alter von 47 Jahren an Luftröhrenschwindsucht starb (Pfarrmatriken). Die Kapelle wurde erst nach der Erbauung der nahen Basilika  Puchheim (1890) errichtet, weil sie ein Puchheimer Maria-Hilf-Bild besitzt. Um 1950 wurde die Kapelle renoviert, neu eingedeckt und durch Kaplan H. Daxsberger geweiht. Durch ein großes Hochwasser 1974 ist die vordere Apsiswand abgerutscht, die Kapelle verlor ihre Grundfeste und wurde um 1978 abgerissen. Sie soll in der Nähe des Hauses wieder errichtet werden. Sie war früher eine Maiandachtskapelle.

Literaturquelle
1989
Datenbankerfassung
2023-08
Steiner Gudrun
Letzte Überarbeitung
2025-07
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich