Diese Kapelle hatte ein großes Ausmaß (25 Sitzplätze), eine schöne Architektur, ein Eisengitter mit "K.E.", zwei Fenster mit Buntglasteilen, auf der Rückseite ein kleines, buntes Dreieck-Fenster. Der neugotische Altar (1,65 x 1,80m), derzeit im Haus Vornbuch 5, trägt ein Puchheimer Maria-Hilf-Bild mit Spruch darunter: "O hl. Maria immer hilf", auch eine St. Gallus Statue, eine Antonius-Statue (wurde gestohlen).
Nach Aussage der letzten Besitzerin, Franziska Neudorfer, hatte eine alte Bäuerin auf diesem "Bauer in der Sonnleithen" einen großen Asthmaanfall, als sie vom Haus den Berg hinabging. Sie war in Lebensgefahr und hat aus Dankbarkeit ihrer Errettung diese Kapelle versprochen. Die Initialen "K.E." im Eisengitter verweisen auf Katharina Enser, die sieben Kinder hatte und 1880 im Alter von 47 Jahren an Luftröhrenschwindsucht starb (Pfarrmatriken). Die Kapelle wurde erst nach der Erbauung der nahen Basilika Puchheim (1890) errichtet, weil sie ein Puchheimer Maria-Hilf-Bild besitzt. Um 1950 wurde die Kapelle renoviert, neu eingedeckt und durch Kaplan H. Daxsberger geweiht. Durch ein großes Hochwasser 1974 ist die vordere Apsiswand abgerutscht, die Kapelle verlor ihre Grundfeste und wurde um 1978 abgerissen. Sie soll in der Nähe des Hauses wieder errichtet werden. Sie war früher eine Maiandachtskapelle.