Tunnelportal Süd

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Denkmaltragendes Objekt
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4830 Hallstatt (Gmunden)
Adresse (Ortschaft):
Lahnstraße (Hallstatt)
Breiten-, Längengrad:
47.557610303419, 13.64632782339 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
8 cm

b) Gesamtbreite:
17 cm

c) Gesamttiefe:
1 cm
AKfKDF_Bemassung_Allgemein_Vereinheitlicht
Wappen
Wappentyp

Land
Landeswappen Oberösterreich als Flachreief aus Bronze

Stein
Stein-Art

Kalkstein
Das hell-ockerbraune Steinmaterial mit weißen Kalziteinlagerungen ist ein Dachsteinkalk aus dem Ischler Steinbruch der Firma Müllegger am Hubkogel.

Stein-Technik

behauen
Die halbkreisförmigen Bögen der Mundlochgewände sind aus prismatischen Quadern mit gespitzten Köpfen steinmetzmäßig als Werksteine. Die Köpfe der Wandsteine sind nur fallweise nachbearbeitetet und zeigen relativ ebene Bruchflächen während die Futterrmauern bossiertes Material zeigen.

Errichtung
1965

Errichtungsgrund
Anlass mit aktuellem Bezug

Das repräsentative Mundlochbauwerk wurde vom Land Oberösterreich (Landesstraßenverwaltung) im Zuge des Ausbaus der Hallstätter-See-Straße (Landesstraße L547) und der Fertigstellung des Ortsumfahrungstunnels von Hallstatt 1965 errichtet.

Vom Kernmagazinplatz aus führt ein etwa 20 Meter langer Voreinschnitt in nordwestliche Richtung zu den Mundlöchern der beiden Tunnellröhren. Eine ansteigende Futtermauer mit merklichem Anlauf aus bossierten Kalksteinquadern stützt dabei den Hang Richtung Echerntal ab. Die gegenüberliegende Futtermauer Richtung Markt ist deutlich kürzer und steigt mit einem Winkel von ca. 45° bis zur Scheitelhöhe des Tunnellprofils. Die rechteckige, etwa 17m breite und 8m hohe Schauseite des Portalbauwerks ist aus Quadern, die in unterschiedlich hohen, durchlaufenden und horizontalen Scharen mit glattgestrichenen Zementfugen vermauert sind. Die Köpfe der nur fallweise nachbearbeiteten Steine zeigen relativ ebene Bruchflächen, die formal zu den Bossen der Futtermauern und dem ersten Stück der Tunnellauskleidung kontrastieren. Die halbkreisförmigen Bögen der Mundlochgewände sind aus prismatischen Quadern mit gespitzten Köpfen und radialen Stoßfugen über eine Stützweite von etwa 5m gespannt. Die Mauerkrone ist mit einer horizontalen, leicht vorkragenden Attikaplatte aus Sichtbeton abgedeckt. Zwischen den beiden Mundlöchern ist das oberösterreichische Landeswappen in Form eines flachen Bronzereliefs angebracht.

Literaturquelle
1966
Straßentunnel Hallstatt, Festschrift Linz ,
Wilhelm Aichhorn, Helmuth Kren u.a., Seite 131-154
alternative Quelle
Podcast https://podcaste46baf.podigee.io/122-hallstatt-tunellportal-sud, Friedrich Idam
Datenbankerfassung
2023-08
Idam Friedrich
Letzte Überarbeitung
2024-10
KD Administrator
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