Stuckwirt, Fabrikstraße 24, Wels - Hausbild St. Barbara und Gewerbeschild

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Denkmaltragendes Objekt
Zustand:
Witterungsschäden
Denkmalstatus:
steht unter Denkmalschutz
Ort (Bezirk):
4600 Wels (Wels)
Adresse (Ortschaft):
Fabrikstraße 24
Breiten-, Längengrad:
48.155744172582, 14.020915031433 (Navigation starten)
Hauszeichen

Gewerbeschild
An der Hausfront befindet sich das kunstvoll geschmiedete Wirtszeichen mit vergoldeter Kanone in einem Blattkranz. Darüber ein Löwe mit einem vergoldeten Krug, darunter eine Laterne. Das Gewerbeschild des ehemaligen Stuckwirts.


Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
Barbara, die du in jedem Streite der Artillerie voll Huld zur Seite stehst, in deine Hand befehle ich meine Seele.

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Inschrift in einem Schriftband das die hl. Barbara umgibt.

Sakrales Bild
Material für Bilder

Putz
Fresko

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Barbara
Die hl. Barbara auf Wolken schwebend umgeben von einem Schriftband, darunter Dragoner mit einer Kanone. Das Bild ist mit einem Stuckrahmen, der oben spitz mit einer kleinen Schlaufe zusammenläuft, umgeben.

Errichtung

Errichtungsgrund
Unbekannt

Das Fresko (um 1900) an der Hausfront sowie das Wirtszeichen (mit Kanonie) des ehemaligen Stuckwirts mit Kanonieren weist auf den Hausnamen (Kanone=Stuck) hin. Bildtext:

Barbara, die du in jedem Streite der Artillerie voll Huld zur Seite stehst, in deine Hand befehle ich meine Seele.

(Bild Hausansicht (C) Von Andreas E. Neuhold - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16596194)

Dies war das letzte Mostwirtshaus in Wels -  Restandenken im Stadtmuseum Wels und Sumerauerhof, Samesleiten 15, 4490

Ursprünglich ein Ledererhaus, beherbergte es nach dem Rückgang des Gerbergewerbes ab 1709 eine Gaststätte. Seit dem 19. Jahrhundert lässt sich der Gasthausname „Stuckwirt“ belegen. Das heutige Wohnhaus weist noch gotische Bauteile auf. Die Fassade besteht aus einem spätgotischen Vorhangportal und aus Fensterkörben im ersten Stock, die aus der Zeit um 1775 stammen.

  1.  Gilbert Trathnigg: Beiträge zur Häuserchronik von Wels (II). In: 12. Jahrbuch des Musealvereines Wels 1965/66. Wels 1966, S. 125 (ooegeschichte.at [PDF]).
Literaturquelle
2009
Kapellen, Marterl und Kreuze in Wels und Umgebung,
Dr. Bernhard Wieser, Seite 40
alternative Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Wels-Wels
Datenbankerfassung
2024-05
Steinerberger Erich
Letzte Überarbeitung
2025-11
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich