Die aus dem 18. Jahrhundert stammende toskanische Säule mit Steinlaterne ist 2,60 m hoch. Ihr 0,70 m hoher Sockel hat einen quadratischen Grundriß, Seitenlänge 0,40 m, und weist auf der Südseite die Jahreszahl 1736 auf. Die Laterne –ehemals mit vier auf Eisenblech gemalten Bildern geschmückt, trägt als Abschluß einen Kugelaufsatz mit Doppelkreuz.
Die Pestsäule stand früher (siehe Bild) auf freiem Feld, später am Haidlweg auf dem Grundstück der Familie Zauner, Haidlweg 52.
Pestsäulen wurden bekanntlich errichtet, um Gott zu danken, dass die Pest beendet war, oder aber auch aus Dankbarkeit dafür, dass sie am betreffenden Ort nicht aufgetreten ist. Eine Pestsäule könnte auch auf ein Pestgrab hinweisen. Ob eines dieser Motive zutrifft, ist ungeklärt.
Die Pernauer Pestsäule war auch auf dem Notgeld der Jahre 1920 und 1921 der Gemeinde Pernau abgebildet.
Heute steht die Pestsäule in der Grünanlage der Pernauer Pfarre St. Josef vor der Kirche.