Zur Pest in Schleißheim und zur Pestsäule
An Stelle des Ausdrucks Bildstock hört man die Leute vielfach Marterl sagen, ein Wort, das vor allem Pestsäulen bezeichnet. Damit sind Steinmonumente gemeint, die aus Dank für eine heil überstandene Pestepidemie gesetzt wurden. In unserem Land wurden solche Säulen oftmals " zur Erinnerung an die infizierten Lait errichtet, so an der leidgen Seuch anno 1616,1648,1695 und wiederumb1713" gestorben und am Ort der Säule begraben wurden. Die Schleißheimer hatten viel Glück, wurde sie doch nur von der Epidemie des Jahres 1713 heimgesucht, und von dieser in sehr geringem Maße. Besonders hart traf es lediglich die Familie des Schulmeisters, der zugleich Mesner war.
Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Auf einer schräg aufgestellten Steinplatte befindet sich die Metallplatte mit der schwarzen Inschrift, verfasst vom Historiker und Benediktiner Pater Rupert Froscher 2001.
Kreuz
Kreuzform
Patriarchen Kreuz (mit getatzten Enden)
Kreuzdarstellung
Kreuz ohne Figur
Bekrönungskreuz
Sakrales Bild
Material für Bilder
Metall
Sakrale Ikonographie
Christusdarstellung - Kreuzabnahme Christi
?
Stein
Stein-Art
Granit/Granitverwandte Gesteine
Stein-Technik
behauen
nach einem hohen und einem niedrigen getreppten und abgerundeten, jeweils quadratischen Sockel schließt eine toskanische Säule an. Am Anfang und am Ende ein Wulst und ein Ring, trägt sie oben ein dorisches Kapitell und den Bildaufsatz mit 4 Spitzbogenbildnischen. Den Abschluss bildet ein Kreuzdach mit Metallkreuz.
Errichtung
1714
Votationsgrund
Pest/Seuche
Laut Inschrift von P. Rupert wurde die Pestsäule 1714 aufgestellt.
Pestsäule und Erklärungstafel zur Entstehung, Hintergrund und Schicksal an der Kreuzung zum Schloss Dietach.