Den einzigen Kapellenbildstock aus Tuffstein, finden wir beim “Bernhardgut“ in Hiesendorf
Nr. 4. Er ist im Besitz und unter Obhut der Familie Therese und Josef Ortbauer. Der Vater des jetzigen Besitzers, Josef Ortbauer, ließ ihn im Jahre 1917 nach einem Gelübde erbauen. Dieses tat er nach einer völligen Vernichtung des Getreides und Obstes durch einen schweren Hagelschlag. Er gelobte, zu Ehren der Jungfrau Maria eine Kapelle errichten zu wollen, wenn er weiterhin von solchen Schäden bewahrt bleibt. Seither, so berichtet mir der Besitzer, hatten sie nie wieder Hagelschäden.
Der Bildstock wurde im Jahr der Erbauung von den Franziskanern eingeweiht. Die Nische, mit Stabgitter versperrbar, stellt eine Lourdesgrotte dar. Besonders fällt eine handbemalte Vase auf, die mit dem Spruch versehen ist: Wer in den Himmel will, muß leiden viel.
Im Giebel des Tuffsteinbildstockes ist ein Dreieck ausgespart, in dem ein M (Maria) zu lesen ist. Auf der Giebelspitze ist ein Kreuz aus Tuffstein.