Ein Stein aus dem Mühlviertel erinnert an den Steinbruch im Konzentrationslager Mauthausen.
Er erinnert an die Jagd und die Ermordung geflüchteter Häftlinge aus der Tötungsanstalt Mauthausen im Februar 1945.
Die SS leitete die Großfahndung ein, an der sich neben SS, Gendarmerie, Wehrmacht und Volkssturm auch zahlreiche Zivilpersonen aus dem lokalen Umfeld beteiligten. Fast alle Geflüchteten wurden wiederergriffen. Die Meisten wurden noch an Ort und Stelle ermordet, die übrigen im KZ Mauthausen. Diese Such- und Mordaktion wurde zynisch als „Mühlviertler Hasenjagd“ bezeichnet.
Es überlebten vermutlich nur elf Menschen. In der Landwirtschaft eingesetzte Zwangsarbeiter und eine Handvoll Mühlviertler Bauernfamilien, die sich der Mitwirkung an der Mordaktion widersetzten, retteten ihnen das Leben.
Der Gedenkstein wurde im Zuge der Landesausstelllung 2013 am Stieranger aufgestellt. Da dort ein Hotel gebaut wurde ist der Stein nun auf der Promenade zu finden.
Der Ausstellungskatalog kann kostenlos mitgenommen werden.