Tabernakel-Bildstock auf der Promenade

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Tabernakelpfeiler
Zustand:
Gut
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Promenade (Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.51252890143, 14.502511024475 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
310 cm

b) Gesamtbreite:
30 cm

c) Gesamttiefe:
30 cm

d) Sockelhöhe:
60 cm

e) Sockelbreite:
30 cm

f) Sockeltiefe:
30 cm

g) Säulen/Pfeilerhöhe:
250 cm

h) Säulen/Pfeilerbreite:
55 cm

j) Aufsatzhöhe:
55 cm

k) Aufsatzbreite:
40 cm

m) Bekrönungshöhe:
20 cm
AKfKDF_Bemassung_Bildstock_Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Jahreszahl
1652

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Im Sockel, mögliches Errichtungsjahr

Sakrales Bild
Material für Bilder

Metall (in Blechschnitttechnik)
Ölbemalung Prof. Herbert Wagner

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Katharina von Alexandrien
Katharina von Alexandrien soll zur Zeit des Kaisers Maxentius (305-312) in Alexandrien das Martyrium erlitten haben. Ihr Leben und Sterben ist geschichtlich nicht zu fassen. Die Legende berichtet, dass Katharina in einer Disputation fünfzig heidnische Gelehrte besiegt habe. Da das Rad zerbrach, auf dem sie gerädert werden sollte, wurde sie mit dem Schwert enthauptet. Ihr Leichnam wurde von Engeln auf den Berg Sinai getragen, wo Kaiser Justinian I. später (557?) das berühmte Katharinen-Kloster erbaute. Seit dem 8. Jh. ist die Verehrung Katharinas auch im Westen nachweisbar. Katharina soll vor ihrem Tod bei Gott Fürbitte eingelegt haben für alle, die ihren Namen anrufen würden. Da Gott dieses Gebet erhörte, liegt hierin wohl ein Grund für die schnelle Ausbreitung des Kultes in Europa und ihre Aufnahme in den Kreis der Vierzehn Nothelfer. Auf dem Ölbild ist Katharina betend zu sehen, hinter ihr das zerbrochene Wagenrad. Die hl. Katharina ist Schutzpatronin von Freistadt und auch die Stadtpfarrkirche ist nach ihr benannt: Kathatrinenmünster.


Sakrales Bild
Material für Bilder

Metall
Ölbemalung Prof. Herbert Wagner

Sakrale Ikonographie

Mariendarstellung - Maria mit Kind
Maria mit dem Kind ist eines der häufigsten Themen christlicher Kunst. Mutter Gottes. Die Evangelien nennen Maria die Verlobte Josephs. Nach israelitischem Recht bedeutet die Verlobung schon das Zustandekommen einer wirklichen Ehe. Durch den Erzengel Gabriel wurde Maria der Ratschluss Gottes verkündet, dass sie durch ein Wunder Gottes die Mutter des Messias werden solle. Maria erklärte sich freiwillig bereit, Werkzeug des göttlichen Willens zu sein. Als Maria und Joseph in Bethlehem weilten, gebar sie das Kind, das sie, wie es der Engel gesagt hatte, Jesus nannte. Bei der Darstellung des Kindes im Tempel sagte der greise Simeon Maria voraus, dass sie am Leiden des Sohnes schmerzhaften Anteil haben werde. Um den Nachstellungen des Königs Herodes zu entgehen, zogen Maria, Joseph und das Kind nach Ägypten. Nach dem Tod des Königs kehrten sie zurück und wohnten fortan in Nazareth. Während der öffentlichen Wirksamkeit Jesus trat Maria kaum hervor. Aber sie stand unter dem Kreuz, und der sterbende Jesus empfahl sie seinem Lieblingsjünger Johannes. Nach der Himmelfahrt Jesu erwartete sie im Kreis der Jünger die Herabkunft des Heiligen Geistes. Über das spätere Leben Marias gibt es keine gesicherten Quellen. Als Ort ihres Todes werden in der Überlieferung Jerusalem sowie Ephesus genannt. Auf dem Ölbild Ist Maria in weiße Gewänder gehüllt, in ihren Armen trägt sie ihren Sohn Jesus.


Sakrales Bild
Material für Bilder

Metall
Ölmalerei von Prof. Herbert Wagner

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Lucia von Syrakus
Die hl.Lucia war eine Märtyrerin in Syrakus, deren Geschichtlichkeit durch die in Syrakus wieder entdeckte Luzia-Katakombe mit Grablege bezeugt ist. Die über ihrem Grab errichtete Kirche reicht in ihrem Ursprung noch in die byzantinische Zeit Siziliens zurück. Die erst im 5./6. Jh. verfasste legendarische Leidensgeschichte erzählt, dass Luzia das Gelübde der Jungfräulichkeit abgelegt hatte. Ihr enttäuschter Bräutigam habe sie darauf in der Verfolgung des Diokletians als Christin angeklagt. Luzia sei dann nach grausamen Martern durch einen Schwertstich in den Hals getötet worden. Ihr Festtag ist vielerorts mit reichem Brauchtum ausgestattet. Patronin der Armen, Blinden, reuigen Dirnen, Glaser, Weber, Schneider, Näherinnen, Sattler, Polterer, Notare, Schreiber, Pedelle, Türhüter, Kutscher, Bauern, kranker Kinder; gegen Augeneiden, Halsschmerzen, Ruhr, Blutfluss, Infektionskrankheiten. Auf dem Ölbild ist die hl. Lucia mit einem Zweig in der Hand zu sehen. Sie trägt die herausgerissenen Augen, die sie ihren Verlobten geschickt hat, auf einer Schüssel.


Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit geraden Enden)
leicht verbreiterten Enden

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
Bekrönungskreuz aus Metall

Künstler

Wagner, Herbert, Prof. (22.1.1931 - 23.1.2021)

Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine

Stein-Technik

behauen

Errichtung
1652 - 1662

Votationsgrund
unbekannt

Die Jahreszahl im Sockel lässt auf ein mögliches Errichtungsjahr schließen.

Der Bildstock ist aus mehreren Einzelteilen zusammengefügt:Sockel und Schaft sind aus einem anderen Stein als das Tabernakel und der Helm. Auf der versenkten Bodenplatte (Basisstein) ist der quaderförmige Sockel mit dem Schaft aufgesetzt. Am Sockel wurden an drei Seiten rechteckige Felder vertieft, das vordere Feld trägt die Jahreszahl 1652.

Geringfügig abgesetzt, durch eine Hohlkehle erhebt sich darauf fugenlos der verhältnismäßig kurze abgefaste Schaft. Der Schaft ist schmucklos.
Der Übergang (Hals) zur Laterne ladet durch eine Kehlung weit aus. Die Laterne ist ein nach drei Seiten offenes Lichtgehäuse, verschlossen durch drei vorgerückte Bilder.
Das Lichtgehäuse hat eine Rückwand und zwei kleine quadratische Granitpfeiler, auf denen der Helm ruht. Die Form des Helmes wird bestimmt durch zwei rechtwinkelig verschnittene Satteldächer (Kreuzdach). Die Dreieckgiebel schließen die Bildnischen nach oben gerade ab.
Im Mittelpunkt des Helmes wurde ein Eisenkreuz gesteckt, dessen Balkenenden leicht verbreitert sind.
Verschlossene Bohrlöchter unter und ober den Bildnischen weisen auf ehemals vorhandene Schutzgitter hin.

Die drei Bilder hat der Freistädter Maler Prof. Herbert Wagner im  Jahr 1983 gemalt. Es handelt sich um Ölbilder, gemalt auf Blech.

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 30,31
alternative Quelle
www.heilige.de, Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.
Datenbankerfassung
2025-03
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich