Figur Hl. Sebastian Pfarrgasse

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Denkmaltragendes Objekt
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Denkmalstatus:
steht unter Denkmalschutz
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Pfarrgasse 1 (Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.510936348546, 14.504372477531 (Navigation starten)
Sakrale Figur
Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Sebastian
Hl. Sebastian geboren in Mailand, starb als Märtyrer in Rom in der 2. Hälfte des 3. Jh.s. 354 wird berichtet, dass sein Grab an der Via Appia am Eingang des Coemeteriums »ad catacumbas« sei. Die Legende aus der 1. Hälfte des 5. Jh.s berichtet, Sebastian sei Offizier der kaiserlichen Garde gewesen, der auf Befehl Diokletians mit Pfeilen durchschossen wurde. Er erholte sich durch die Pflege einer christlichen Witwe, bekannte sich erneut zu seinem Glauben und wurde daraufhin mit Keulen erschlagen. Reliquien Sebastians befinden sich seit 1250 im Franziskaner-Kloster Hagenau im Elsass sowie angeblich im Kloster Ebersberg in Oberbayern. Im Spätmittelalter erlebte der Kult Sebastians eine große Blüte, da er der Pfeile wegen als Pestpatron verehrt wurde. Patron der Sterbenden, Schützengilden, Kriegsinvaliden, Büchsenmacher, Eisenhändler, Zinngießer, Steinmetze, Gärtner, Gerber, Töpfer, Bürstenbinder und -händler, Raketenmacher, Leichenträger; der Brunnen; bei Verwundungen, gegen Pest, Seuchen, Viehkrankheiten, Epilepsie, Religionsfeinde. Er wird dargestellt als Soldat oder junger Mann, mit Baumstumpf und Pfeilen, oder an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt, mit Knüttel und Palme.

Material für Figuren

Holz
gefasst, Baldachin und Konsolenverkleidung aus Kupferblech.

Errichtung
1580 - 1600

Errichtungsgrund
Unbekannt

In einem gotischen Eckerker am Haus Pfarrplatz/Pfarrgasse befindet sich eine Barockfigur des hl. Sebastian.
Er wird geschützt von einem glockenförmiger Baldachin aus gefalztem Kupferblech, an der Spitze ein Knauf und ein Spitz mit Herz. Der untere Rand abgebogen mit geprägter Musterleiste und durchbrochenem Musterleistenabschluss. Die Konsolenverkleidung ist ebenfalls aus Kupfer die vordere Verkleidung weist ein geprägtes Muster auf und ist bogenförmig geschnitten. An den Bögen hängen Quasten.

Die Barockfigur wurde 1979/1980 gründlich renoviert. (Neufassung der Skulptur und Holzschutzbehandlung).

 

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite
alternative Quelle
https://heilige.de/de/heilige/saints.1497.html, Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.
Datenbankerfassung
2025-03
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich