Die Wasserwehr der ehemaligen Strondl- bzw. Hintermühle liegt am Ausgang der Klamschlucht. Die Naturschönheit befindet sich zur Hälfte auf Baumgartenberger Gemeindegebiet.
Durch die wasserbauliche Einrichtung wurde das Wasser abgeleitet und zum Antrieb der ehemaligen Hintermühle und des dazugehörigen Sägewerkes jahrhundertelang genutzt. Die Mühle war bis in die 1970er Jahre in Betrieb; das Sägewerk, welches man mit einem großen Wasserrad antrieb, wurde etwas früher aufgelassen.
Geschichte(n):
Da an dieser Stelle durch die geologische Situation am Ausgang der Klamschlucht eine hohe Steilstufe entstand, ergab sich durch die Wehranlage ein Wasserfall. Um Zugang zur Schlucht zu schaffen, wurde ein Steg entlang der südlichen Felsformationen geschaffen, der direkt am Wasserfall vorbeiführt. Dadurch wurde dieses wildromantische Wanderparadies bereits Ende des 19. Jahrhunderts touristisch erschlossen. Berühmte Künstler, unter anderen August Strindberg, Thomas Bernhard oder der Wiener Maler Ernst Graner, wurden von der mystischen Naturerscheinung der Klamschlucht in ihren Bann gezogen. Sie besuchten häufig diese sagenumwobene Gegend. In Strindbergs Roman „Inferno“ gelangte die Mystik der romantischen Schlucht sogar zu literarischer Berühmtheit.