Wasserwehr-Klamschlucht

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Wehr
Zustand:
Gut
Ort (Bezirk):
4342 Baumgartenberg (Perg)
Adressbeschreibung:
Südeingang Klamschlucht
Adresse (Ortschaft):
Südeingang Klamschlucht (Au)
Breiten-, Längengrad:
48.21564, 14.77748 (Navigation starten)
Holz
Holz-Art

Eiche
Vermutlich Hartholz, Querbalken der Wehr

Holz-Technik

gezimmert/getischlert


Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine

Stein-Technik

behauen
Wehranlage wurde damit aufgebaut

Errichtung

Errichtungsgrund
Anlass mit zurückliegendem/historischem Bezug

Erbaut zum Antrieb von Mühle und Säge.

Die Wasserwehr der ehemaligen Strondl- bzw. Hintermühle liegt am Ausgang der Klamschlucht. Die Naturschönheit befindet sich zur Hälfte auf Baumgartenberger Gemeindegebiet.

Durch die wasserbauliche Einrichtung wurde das Wasser abgeleitet und zum Antrieb der ehemaligen Hintermühle und des dazugehörigen Sägewerkes jahrhundertelang genutzt. Die Mühle war bis in die 1970er Jahre in Betrieb; das Sägewerk, welches man mit einem großen Wasserrad antrieb, wurde etwas früher aufgelassen.

Geschichte(n):

Da an dieser Stelle durch die geologische Situation am Ausgang der Klamschlucht eine hohe Steilstufe entstand, ergab sich durch die Wehranlage ein Wasserfall. Um Zugang zur Schlucht zu schaffen, wurde ein Steg entlang der südlichen Felsformationen geschaffen, der direkt am Wasserfall vorbeiführt. Dadurch wurde dieses wildromantische Wanderparadies bereits Ende des 19. Jahrhunderts touristisch erschlossen. Berühmte Künstler, unter anderen August Strindberg, Thomas Bernhard oder der Wiener Maler Ernst Graner, wurden von der mystischen Naturerscheinung der Klamschlucht in ihren Bann gezogen. Sie besuchten häufig diese sagenumwobene Gegend. In Strindbergs Roman „Inferno“ gelangte die Mystik der romantischen Schlucht sogar zu literarischer Berühmtheit.

Literaturquelle
2024
Datenbankerfassung
2025-04
Kastler Ambros
Letzte Überarbeitung
2025-07
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich