Im ersten Stock des Hauses Waaggasse 19 findet sich das Gemälde des hl. Georgs als Drachentöter. Er sitzt in Ritterkleidung auf einem sich aufbäumenden Pferd, vor ihm der Drache. Das Bild ist ein auf Blech gemaltes Ölbild in einer Steinumrahmung, gemalt in Erdfarben.
Die feinen Linien, insbesondere beim Drachen, zeugen von großem malerischen Können.
Um den hl. Georg ranken sich zahlreiche Legenden. Er ist einer der beliebtesten Heiligen in der gesamten christlichen Welt, wird aber auch von Muslimen in der Türkei verehrt.
Besondere Berühmtheit erlangte die Legende vom Kampf des Ritters Georg mit einem Drachen, der in einem See vor der Stadt - dem heutigen Libyen (?) - hauste und die Stadt mit seinem Gifthauch verpestete. Die Einwohner mussten ihm täglich Lämmer opfern um seinen Grimm zu stillen. Als keine Tiere mehr aufzutreiben waren, wurden die Söhne und Töchter geopfert.
Da erschien Georg und als der Drache auftauchte, schwang Georg mit dem Zeichen des Kreuzes die Lanze und durchbohrte das Untier, das zu Boden stürzte.
Im Ort Al Khader bei Bethlehem ist er der Schutzheilige der palästinensischen Christen, das Drachentöter-Motiv findet sich praktisch über jedem Hauseingang in der Gegend. Georg wird auch von den Muslimen verehrt, für die er als für Fruchtbarkeit des Landes und der Früchte des Feldes sorgt.
Georg erlitt um 30 n. Chr. den Märtyrertod und wurde von Christen unter die 14 "Nothelfer" aufgenommen.
Rund um seinen Gedenktag, dem 24. April finden traditionell noch zahlreiche "Georgiritte" statt, einer davon in St.Peter bei Feistadt.