Ein skurriles Exponat, das man eher im Naturhistorischen Museum vermutet, findet sich in der Passage eines privaten Hauses in der Pfarrgasse.
Schon seit knapp einem Jahrhundert hängt ein präpariertes Krokodil in der sogenannten „Krokodil-Passage“ in der Pfarrgasse. Der ehemalige Besitzer des Hauses, der Freistädter Fotograf und Kolonialhändler Kaspar Obermayr (1876-1954), prahlte anno dazumal damit, das Krokodil in den 1930er-Jahren eigenhändig auf einer Ägyptenreise am Nil erwürgt zu haben. Tatsächlich soll das Tier aber einem Wanderzirkus, der in Freistadt gastierte, entkommen und anschließend von Jägern erlegt worden sein. Die glaubwürdigste Version ist aber jene, dass das Krokodil im Wanderzirkus eines natürlichen Todes gestorben ist. Danach hat es Kaspar Obermayr erworben, ausstopfen und im Durchgang seines Hauses in der Pfarrgasse aufhängen lassen.
Die Krododilpassage ist öffentlich zugänglich und Touristen sollten sich dieses besondere "Denkmal" nicht entgehen lassen.