Der Maler Carl Kronberger wurde am 7. März 1841 als sechstes Kind von Anton und Anna Maria, geborene Mader, in der Böhmergasse Nummer 8 geboren.
Carl Kronberger absolvierte eine Lehre als Dekorationsmaler in Linz. Er beschloss mit 18 Jahren, nach München an die Akademie der bildenden Künste zu gehen. Dort studierte er nur kurz und bildete sich dann als Autodidakt fort.
Er lebte in München, besuchte seine Heimatstadt häufig und war Mitglied des Männergesangsverein, dessen Banner er 1863 gestaltete. 1873 präsentierte er auf der Wiener Weltausstellung das Gemälde „Die Pfleggerichtsverhandlung“, mit dem er die Goldmedaille gewann. Ab 1877 finden sich immer wieder Werke von Kronberger in der damals sehr renommierten Zeitschrift „Gartenlaube“. Diese erschien schon ab der Mitte des
19. Jahrhunderts und war als „Illustriertes Familienblatt“ sehr beliebt. Dadurch hatte Kronberger die Möglichkeit, seine Werke einem breiten Publikum zu präsentieren. In den 1890er Jahren beteiligte sich Kronberger an Ausstellungen in Wien, München, Berlin, London und sogar in St. Louis (USA). Kronberger starb 1921 in München.
Einige seiner Werke sind im Schlossmuseum Freistadt zu sehen.