Hl. Nepomuk Böhmergasse

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Denkmaltragendes Objekt
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Denkmalstatus:
steht unter Denkmalschutz
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Böhmergasse 5 (Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.512382726125, 14.505091309547 (Navigation starten)
Sakrale Figur
Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Johannes Nepomuk
Johannes von Nepomuk geboren um 1350, wurde 1393 Generalvikar des Erzbischofs von Prag. In den Auseinandersetzungen zwischen König und Erzbischof wurde Johannes von König Wenzel am 20. März 1393 gefangen genommen, gefoltert und in der Moldau ertränkt. Erst vierzig Jahre später wird berichtet, dass der König von Johannes den Bruch des Beichtgeheimnisses verlangt habe. Doch war Johannes weder Beichtvater der Königin noch Hofprediger. Johannes wurde im Dom zu Prag bestattet. Patron Böhmens; der Beichtväter, Priester, Schiffer, Flößer, Müller, Brücken; in Wassergefahren; für Verschwiegenheit, Schutz des Eigentums; gegen Verleumdungen, irrige Urteile; zur Verteidigung des guten Rufs. Der hl. Nepomuk gilt als Brückenheiliger und seine Figur ist oft auf Brücken zu finden. Dargestellt mit Kreuz und Märtyrerpalme

Material für Figuren

Stein
bemalt


Architektonische Besonderheit

Konche
Die Figur steht in einer Konche geschützt von einem halbrunden Kupferdach, dessen vorderer Rand aufgebogen und wellig geschnitten ist.

Errichtung
1700 - 1800

Errichtungsgrund
Unbekannt

An einem Haus in der Böhmergasse findet sich im ersten Stock, eingebettet in einer Bogennische, eine detaillreiche  Figur des hl. Nepomuk.

Der Himmel der Nische ist muschelförmig, geschützt ist die Darstellung durch einen Baldachin aus Kupferblech.
Nepomuk trägt in der rechten Hand ein Kruzifix, in der linken Hand einen Palmenzweig.

Er trägt die Tracht eins Kanonikers. Kanoniker sind Mitglieder eines Stifts oder Domkapitels.
Auf dem Haupt sind die fünf Sterne in Gold zu sehen, von denen er lt. Legende umgeben war, als er tot in der Moldau trieb.
Die Säume seines Gewands und die Kordel um den Hals sind ebenfalls goldfarben.

Die Figur wurde letztmalig 1992 renoviert und ist in sehr gepflegtem Zustand, lt. Aufzeichungen stammt sie vermutlich aus dem 18. Jahrhundert.

 

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 118, Verweis auf Stadtarchiv
alternative Quelle
www.heilige.de, Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V
Datenbankerfassung
2025-04
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich