Tympanon und Wasserspender- Haus Brunner

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Denkmaltragendes Objekt
Zustand:
Gut
Denkmalstatus:
steht unter Denkmalschutz
Ort (Bezirk):
4342 Baumgartenberg (Perg)
Adresse (Ortschaft):
Kühofen 3 (Kühofen)
Breiten-, Längengrad:
48.2034, 14.73236 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
Tympanon: 90 cm

b) Gesamtbreite:
Tympanon: 100 cm

c) Gesamttiefe:
Tympanon: 20 cm
AKfKDF_Bemassung_Allgemein_Vereinheitlicht
Sakrale Figur
Sakrale Ikonographie

Christusdarstellung - Schmerzensmann
Flankiert wird die Christusdarstellung vom Gründerehepaar des Klosters; links Jutta und rechts Otto von Machland auf runde Sockel gestellt. Das Tympanon bildet die Abschlusskrönung des Eingangsportals.

Material für Figuren

Stein
Tympanon Relief über dem Eingangsportal. Die innere Stuckrahmung, ein doppelter bauchiger Spitzbogen mit Krabbebbesatz, wird von einem weiteren Rahmen begrenzt. Der kannelierte Rand geht oben gestuft in einen Vorhangbogen über. Die Rahmung des Eingangsportals ist mit Pilastern und Stuckelementen verziert.

Stein
Stein-Art

Sandstein
Tympanon

Stein-Technik

behauen


Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine
Wasserspender mit apotropäischen Kopf als Speier in einer Konche und angebautes Becken

Stein-Technik

behauen
Ensemble ist im Vorhaus eingebaut-Dekoration

Errichtung
1851 - 1900

Errichtungsgrund
Anlass mit zurückliegendem/historischem Bezug

Die Bauteile waren Reste vom Brand des Klostergebäudes 1825.

Das Eingangsportal des unter Denkmalschutz stehenden Bauernhofes wurde vor mehr als 150 Jahren mit ehemaligen Resten aus dem Abbruchmaterial des Klosters Baumgartenberg gestaltet.

Nach dem Klosterbrand im Jahre 1825 wurden ein Tympanon und ein Wasserspender aus Granit Mitte des 19. Jahrhunderts dem Kloster abgekauft und im hiesigen Bauernhof eingebaut. Auf dem Tympanon, welches aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt, ist Jesus Christus als Schmerzensmann dargestellt, links davon Jutta und rechts Otto von Machland, das Stifterehepaar des Zisterzienserkonvents.

Geschichte(n):

41 Jahre nach der Aufhebung des Zisterzienserstiftes zerstörte ein verheerender Brand die ursprünglichen alten Klostergebäude. Nur das heute noch bestehende Pfarrhofsgebäude blieb verschont. Viele intakt gebliebene Bauteile aus den Brandruinen wurden in der Folge als Baumaterial an die Bevölkerung veräußert. So kam auch der Bauernhof Brunner zu historisch wertvollen Bauelementen aus den alten Klostergebäuden.

Das Bauernhaus der Familie stand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts etwas nördlicher als heute. Es wurde anfangs der 1860er Jahre abgerissen und südlicher auf dem so genannten „Häuslacker“ neu aufgebaut. Der Ururgroßvater der heutigen Besitzerin, Florian Brunner, kaufte damals die Bauteile aus den Brandruinen, und zwar ein ehemaliges Tympanon, einen Überleger aus Granit

und zwei Granitauflager (seitlich des Türgerichts als Auflager für die Halbsäulen aus Stuck). Diese Teile wurden 1862 im Eingangsportal verbaut und mit Stuckgesimsen verziert bzw. umrahmt.

 

Der damalige Bauherr erwarb auch noch einen Wasserspender aus Granit. Er wurde ursprünglich in die Küche des Bauernhauses eingebaut und spendete Wasser, welches vom Ziehbrunnen im Hof durch eine Leitung ins Haus geführt wurde. Heute ist der Wasserspender ein steinernes Schmuckstück im Vorhaus des Hofes.

 

 
Literaturquelle
2024
Datenbankerfassung
2025-04
Kastler Ambros
Letzte Überarbeitung
2025-07
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich