Der Sieben Schmerzenweg auf den Kalvarienberg muss schon um 1800 oder davor entstanden sein, da eine Zeichnung davon aus dem Jahre 1827 existiert.
Bedingt durch die Kriegszeiten war der alte Kreuzweg verwahrlost und zugewachsen.
Die Marianisten haben sich für den Kreuzweg eingesetzt und so wurde er renoviert und im Jahre 1952 neu eröffnet.
Die Bilder malte der Freistädter Maler Prof. Herbert Wagner, leider waren zu dieser Zeit keine lange haltbaren Farben zu finden und so verblassten die Bilder bald.
Im Frühjahr 1981 haben Schüler der Berufsschule Freistadt (Maurerlehrlinge aus ganz Österreich) die einzelnen Kapellen renoviert. Im Juli 1981 wurden Terrakotta-Bilder in die Nischen montiert. Sie stammen von Manfred Daringer aus Aspach.
"Station 01: Der Spruch Simeons. Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. ...
Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Daher bringen die Eltern Jesus ihr Kind in den Tempel zu Jerusalem, um das von Mose vorgeschriebene Opfer darzubringen. Simeon, der in Jerusalem lebte, wartete auf die Rettung Israels und darauf, den Messias zu sehen, wie ihm vom Herrn geoffenbart worden war. Als er nun Jesus sah, nahm er ihn in die Arme und pries Gott mit jenen Worten, die wir als "nunc dimittis" kennen (Gotteslob 90,2: Nun lässt du, Herr, deinen Diener in Frieden scheiden...). Dann allerdings sagt er zu Maria:
Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen. (Lk 2, 21-35)
Pfarre Aspern"
Der Bildstock steht neben dem Gehsteig einer Wohnsiedlung. Er ist gelb-weiß gestrichen, auf einen grauen Sockel gemauert und hat ein Satteldach, das mit Standard-Dachziegeln aus Ton gedeckt ist. Die Nische ist schmiedeeisern vergittert, die Abbildung der Hl. Familie mit Simeon der das Jesuskind hält, ist aus rotbraunem Terrakotta. Über der Nische ist eine weiße, bogenförmige Vignette mit der Aufschrift "SIEBEN SCHMERZENWEG I".
Die Nische ist mit Kerzen und Blumen geschmückt und in sehr gepflegtem Zustand.