Der Freistädter Bildhauer Gottfried Pöchinger wollte 1950, schon zu Lebzeiten, dem Eichmeisters Johann Kolda ein Denkmal setzen.
Vorerst scheiterte seine Arbeit am Fehlen des richtigen Werkzeugs. Die aus Stein gehauene Statue wurde erst 1967 fertiggestellt.
Kolda diente selbst als Model für Pöchingers Skulptur " Der alte Mann". Ursprünglich sollte die Skulptur beim Böhmertor aufgestellt werden, es wurde aber entschieden sie ins Foyer des Bezirksaltenheim zu stellen. Nach dem Neubau des Heims 2019 wurde die Skulptur renoviert und ist heute im Außenbreich, genauer im Demenzgarten des Seniorenheims zu finden.
Kolda war als Eichmeister im öffentlichen Dienst tätig und zeigte hohes Engagement in der kulturellen Entwicklung der Stadt Freistadt.
In den 1920er Jahren setzte sich Kolda erfolgreich dafür ein die Schlosskapelle für museale Zwecke zu verwenden.
Er legt damit den Grundstein für das heutige "Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt", das offiziel 1926 als "Heimathaus" gegründet wurde.
Im Jahre 1947 ließ Kolda die beschädigte Statue des hl. Leonhard restaurieren.
Er rettete mit der Sammlung verschiedener Haushalts- und Kunstgegenstände Kulturgut das sonst verkommen wäre. Kolda setzte sich auch für die Sauberkeit der Straßen ein und räumte selbsttätig herumliegenden Unrat und Papierfetzen weg.
Originell waren auch Koldas "Tage der Alten". Er versammelte von Zeit zu Zeit ältere Menschen zu einer Plauderstunde und zu schlichten Ehrungen.
Johann Kolda starb im Jahre 1952 im 88. Lebensjahr und wurde seinem Wunsch gemäß auf dem Friedhof bei der Kirche von St.Peter/Freistadt beerdigt.
Nach ihm wurde die Koldastraße in Freistadt benannt.