Kolda-Denkmal Seniorenheim

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Personendenkmal
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Kaspar Schwarz Straße 22 (Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.516341396108, 14.498047828674 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
150 cm

b) Gesamtbreite:
70 cm

c) Gesamttiefe:
70 cm
AKfKDF_Bemassung_Allgemein_Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Signatur
G Pöchinger FECIT 1950-75

Jahreszahl
1950-75

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
G Pöchinger, das G für Gottfried ist verschlungen im P. FECIT = lat. er tat es 1950-75 In Blockschrift aus dem Stein gehauen. Jahr der Planung 1950 bis zur Renovierung und Neuaufstellung 1975.

Profane Figur
Material für Figuren

Stein
Granit behauen

Profane Ikonographie

Person
Denkmal Johann Kolda aus Freistadt, auch "Vater Kolda" genannt. (1865-1952) Sitzend auf einen Stock gestützt.

Künstler

Pöchinger, Gottfried (1911 - 1986)

Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine

Stein-Technik

behauen
Die behauenen Figur ist auf einen niedrigen Sockel mit quadratischer Grundfläche gestellt.

Errichtung
1950 - 1967

Errichtungsgrund
Anlass mit zurückliegendem/historischem Bezug

In Gedenken an den Gönner von Freistadt Johann Kolda.

Der Freistädter Bildhauer Gottfried Pöchinger wollte 1950, schon zu Lebzeiten, dem Eichmeisters Johann Kolda ein Denkmal  setzen.
Vorerst scheiterte seine Arbeit am Fehlen des richtigen Werkzeugs. Die aus Stein gehauene Statue wurde erst 1967 fertiggestellt.

Kolda diente selbst als Model für Pöchingers Skulptur " Der alte Mann". Ursprünglich sollte die Skulptur beim Böhmertor aufgestellt werden, es wurde aber entschieden sie ins Foyer des Bezirksaltenheim zu stellen. Nach dem Neubau des Heims 2019 wurde die Skulptur renoviert und ist heute im Außenbreich, genauer im Demenzgarten des Seniorenheims zu finden.

Kolda war als Eichmeister im öffentlichen Dienst tätig und zeigte hohes Engagement in der kulturellen Entwicklung der Stadt Freistadt.
In den 1920er Jahren setzte sich Kolda erfolgreich dafür ein die Schlosskapelle für museale Zwecke zu verwenden.
Er legt damit den Grundstein für das heutige "Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt", das offiziel 1926 als "Heimathaus" gegründet wurde.

Im Jahre 1947 ließ Kolda die beschädigte Statue des hl. Leonhard restaurieren.
Er rettete mit der Sammlung verschiedener Haushalts-  und Kunstgegenstände Kulturgut das sonst verkommen wäre. Kolda setzte sich auch für die Sauberkeit der Straßen ein und räumte selbsttätig herumliegenden Unrat und Papierfetzen weg.
Originell waren auch Koldas "Tage der Alten". Er versammelte von Zeit zu Zeit ältere Menschen zu einer Plauderstunde und zu schlichten Ehrungen.

Johann Kolda starb im Jahre 1952 im 88. Lebensjahr und wurde seinem Wunsch gemäß auf dem Friedhof bei der Kirche von St.Peter/Freistadt beerdigt.
Nach ihm wurde die Koldastraße in Freistadt benannt.

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 60,61
alternative Quelle
www.ooegeschichte.at, Museum Freistadt
Eigenrecherche 2025 KI unterstützt, Christine Ateek
Datenbankerfassung
2025-05
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
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© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich