Kreuzgruppe am Kalvarienberg

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Kreuzfelsen
Kreuzform:
Lateinisches Kreuz (mit geraden Enden)
Kreuzdarstellung:
Kreuz ohne Figur
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Kalvarienberg
Breiten-, Längengrad:
48.522623461786, 14.498090744019 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
200 cm

b) Gesamtbreite:
150 cm

c) Gesamttiefe:
70 cm

j) Kreuzhöhe:
70 cm

k) Kreuzbreite:
50 cm

l) Kreuztiefe:
20 cm
AKfKDF Bemassung Kreuz Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Initialen
T(homas) M(ichl) B(ürger) V(undator) K(alvariae)

Jahreszahl
1702

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Die Errichtung 1702 in Stein gehauen und die Initialen des Errichters ebenfalls auf der Rückseite in Stein gehauen.

Sakrales Bild
Material für Bilder

Metall
Öl auf Blech gemalen

Sakrale Ikonographie

Christusdarstellung - Hl. Grab
neu gemalt von Autodidaktin Veronika Ziegler Am Felsen befestigt unterhalb des Bildes mit der Kreuzabnahme, mit einem Metallpultdach geschützt.

Christusdarstellung - Kreuzabnahme Christi
neu gemalt von Autodidaktin Veronika Ziegler Am Felsen befestigt unterhalb der Kreuze, mit einem Metallpultdach geschützt.

Künstler

Ziegler, Veronika
Kreuzabnahme und Hl. Grab neu gemalt

Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine

Stein-Technik

naturbelassen
Felsen als Basis für die oben aufgesetzten Kreuze. Am mittleren Kreuzfuß 3 kleine Stelen die Maria, Maria Magdalena und Johannes symbolisieren könnten.

Errichtung
1702

Votationsgrund
unbekannt

Die Jahreszahl bezieht sich auf die Kreuze. Verschiedene Spuren lassen aber eine bereits ältere Verwendung des Felsens vermuten.

Der außergewöhnliche Felsen mit den drei Kreuzen steht am Gipfel des Kalvarienbergs. Er ist nicht Teil des Kreuzwegs, auch wenn dieser dort endet.

Bei genauer Betrachtung kann festgestellt werden, dass am Felsen Vertiefungen und Ausnehmungen vorhanden sind, die mit der viel später erfolgten Kreúzsetzung nicht im Zusammenhang stehen. Es finden sich abgewitterte Rundungen, welche einst vielleicht schälchenartige Opferurnen dargestellt haben. So kann dieser Kreuzstein in die Reihe der vorgeschichtlichen Kultsteine eingereiht werden. Er zeigt, dass die Steinverehrung noch weit in die Zeit des Christentums hineinreicht. 

Auf einem im Schlossmuseum zu findendem Bild aus dem Jahre 1920 ist ein Beter auf einem Betschemel zu sehen, dieser Granitschemel liegt nun ein paar Schritte vom Stein entfernt im Gebüsch. Vor dem Felsen ist ein niedriger, flacher Granitstein, welcher ebenfalls die Funktion des Betschemels erfüllen kann.

Auf der Rückseite eines Kreuzes ist in Stein gehauen:
T(homas) M(ichl) B(ürger)
V(undator) K(alvariae)

Thomas Michl war Inhaber der Weißbierleutgebschaft in Freistadt, Haus Nr. 82, heute Waaggasse 22.
Im Totenbuch der Pfarre Freistadt heißt es: "Begründer des Kalvarienberges und anderer frommer Andenken."

Der markante Fels ist oft mit bemalten Steinen, Blumen und Sprüchen geschmückt.

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 65,66
Datenbankerfassung
2025-05
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich