Verlässt man Freistadt in Richung Norden auf der Prager Bundesstraße, allgemein Vierzehner-Straße genannt, fällt auf der rechten Seite freistehend in einer Wiese eine dominante Steinsäule auf. Es handelt sich um eine Dreifaltigkeitssäule aus dem Jahre 1762, sie wird auch als Pestsäule bezeichnet.
Auf dem in der Wiese versunkenen Basisstein erhebt sich ein zweigeteilter ca. 2 Meter hoher quaderförmiger Sockel. Gesimsartig vorspringend bildet eine quadratische Steinsäule die Basis für eine lange Rundsäule, die wiederum eine Gesimsplatte für die Figurengruppe der Dreifaltigkeit trägt.
Die Hl. Dreifaltigkeit ist das beliebteste Gruppenbild der Barockzeit. Abweichend vom Gnadenstuhltypus hält bei dieser Gruppe Gott den Leichnam seines Sohnes Jesus zwischen den Knien und breitet seine Arme aus, der Hl. Geist in Form einer Taube schwebt zu seinen Füßen.
Diese Bildschöpfung wurde erst zu Anfang des 18. Jahrhunderts bekannt.
Durch Alter und Witterung bedingt sind schon längere Zeit Brüche in der Skulptur erkennbar und der Kopf der Taube fehlt. Die Säule ist mit Flechten bewachsen, dennoch kann man sagen, dass die Säule in verhältnismäßig gutem Zustand ist, zudem sie nach dem Bau der S10- Schnellstraße nun zwischen zwei stark befahrenen Straßen steht.