Beschreibung zum Sieben Schmerzen-Weg bei Station 01
Station 05 ist die einzige Laubenkapelle bei diesem Kreuzweg. Auch sie war ursprünglich ein Bildstock, wurde aber im Zuge der Renovierungen zu einer Laubenkapelle ausgebaut. Es findet sich eine hölzene Sitzbank, auf der sich gerne Spaziergänger kurz ausrasten.
Die Kapelle ist gelb-weiß gestrichen, besteht aus vier runden Säulen und hat ein Satteldach, das mit Standard-Dachziegeln aus Ton gedeckt ist. Die Nische ist schmiedeeisern vergittert, die Abbildung von Jesus auf dem Kreuz ist aus rotbraunem Terrakotta.
Station 05 wird vom schmalen Fußpfad in der Mitte des Hügels durchkreuzt, Fußgänger müssen durch die Laube gehen und können nicht ausweichen.
Der Tod durch Ersticken und Herzversagen ist das Los ihres Sohnes. Das Zerbrechen der Gebeine mitansehen zu müssen bleibt Maria erspart. Sie harrt bis zuletzt unter dem Kreuz aus, zusammen mit dem Lieblingsjünger Jesu, dem Evangelisten Johannes.
Hier setzt Jacopone da Todi, der Textdichter der Sequenz Stabat mater an:
Christi Mutter stand mit Schmerzen
Bei dem Kreuz und weint’ von Herzen,
Als ihr lieber Sohn da hing.
Was sonst konnte sie tun? Sie war ja machtlos – als Jüdin unter römischer Besatzung, wie auch als Frau.
Pfarre Aspern