Sieben-Schmerzen-Weg - Station 05

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Laubenkapelle
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
(Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.521058940191, 14.498048722526 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
320 cm

b) Gesamtbreite:
270 cm

c) Gesamttiefe:
180 cm

s) Laubentiefe:
145 cm
AKfKDF Bemassung Kapelle Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
V

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Römische Zahl für die Station 05 über der Kapellennische schwarz geschrieben, auf einer weißen Stuckkartusche

ist Wegstation
Weg
Freistadt - Sieben-Schmerzen-Weg
Wegstation
5
Die Kreuzigung Jesu: Maria steht unter dem Kreuz, als Jesus stirbt.
Sakrales Bild
Material für Bilder

Keramik/Ton
Terrakotta

Sakrale Ikonographie

Christusdarstellung - Kruzifix mit Assistenzfiguren
Christus am Kreuz, am Boden Maria und Johannes


Kapellenausstattung

Sitzbank
Zwischen den beiden Säulen

Künstler

Daringer, Manfred, Mag. (19.7.1942 - 25.11.2009)
Terrakottarelief

Mauerwerk
Mauerwerk-Art

Lehmziegel - gebrannt (Ton)

Mauerwerk-Technik

verputzt
weiß gestrichen. Runde Apsis. Das weit vorgezogene Satteldach, mit Biberschwanzziegel gedeckt, ruht bei der Altarnische auf zwei Pilastern und am laubenende auf zwei Säulen. Alle mit toskanischen Kapitellen. Die Rundbogennische ist innen gelb gefärbelt und mit weißen, erhaben geputzten, breiten Faschen mit Kämpfern und Schlussstein gerahmt. Ein Rautengitter verschließt die Nische. vier Steinstiegen führen zur Kapelle.

Errichtung
1800 - 1827

Votationsgrund
Bet-/Andachtstätte

7-Schmerzenweg renoviert 1952 von den Marianisten. 5. Station

Beschreibung zum Sieben Schmerzen-Weg bei Station 01

Station 05 ist die einzige Laubenkapelle bei diesem Kreuzweg. Auch sie war ursprünglich ein Bildstock, wurde aber im Zuge der Renovierungen zu einer Laubenkapelle ausgebaut. Es findet sich eine hölzene Sitzbank, auf der sich gerne Spaziergänger kurz ausrasten.
Die Kapelle ist gelb-weiß gestrichen, besteht aus vier runden Säulen und hat ein Satteldach, das mit Standard-Dachziegeln aus Ton gedeckt ist. Die Nische ist schmiedeeisern vergittert, die Abbildung von Jesus auf dem Kreuz ist aus rotbraunem Terrakotta.
Station 05 wird vom schmalen Fußpfad in der Mitte des Hügels durchkreuzt, Fußgänger müssen durch die Laube gehen und können nicht ausweichen.

Station 05. Die Kreuzigung Jesus

Der Tod durch Ersticken und Herzversagen ist das Los ihres Sohnes. Das Zerbrechen der Gebeine mitansehen zu müssen bleibt Maria erspart. Sie harrt bis zuletzt unter dem Kreuz aus, zusammen mit dem Lieblingsjünger Jesu, dem Evangelisten Johannes.
Hier setzt Jacopone da Todi, der Textdichter der Sequenz Stabat mater an:

Christi Mutter stand mit Schmerzen
Bei dem Kreuz und weint’ von Herzen,
Als ihr lieber Sohn da hing.

Was sonst konnte sie tun? Sie war ja machtlos – als Jüdin unter römischer Besatzung, wie auch als Frau.
Pfarre Aspern

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 42,43
alternative Quelle
https://aspern.at/glaube/maria/schmerzenmariens.php, Mag. Gerhard Schmiedpeter
Datenbankerfassung
2025-08
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich