Laut Aufzeichnungen wude die Waldandacht in der Bockau im Jahr 1907, von der Freistädter Kaufmannsfamilie Melzer auf einer Waldlichtung errichtet. Sie besteht aus einem Stangenbild, einem Kastenkreuz, einigen Ziergegenständen und ist von einem schlichten Holzzaun umrandet.
Zu Beginn bestand die Waldandacht aus dem Stangenbild, den Tafeln und einer hölzenen Gebetsbank, davon zeugen alte Fotos von Friedrich Plöchl (Schlossmuseum Freistadt).
Auf dem hölzenen Stangebild findet sich ein größeres Bild mit Maria und Kind auf Holz gemalt. Darüber findet sich eine kleine Zeichnung, dazu sind drei helle Tonfiguren der Gottesmutter aufgestellt. Auf der Stange befindet sich eine weiße, schwarz umrahmte Scheibe mit einem Gedicht oder Gebet von Lina Melzer aus dem Jahre 1904.
Das Kastenkreuz ist vollständig aus Holz, der Christus geschnitzt. Auch am Kreuz ist eine weiße, ovale Scheibe mit schwarzem Rahmen. Diese ist ebenfalls beschrieben und offensichtlich aus dem Jahre 1908.
Im Jahre 1923 wurde die Anlage durch einen Vandalenakt zerstört und wiederhergestellt.
1961 wurde die Andacht mit dem liebevoll gefertigtem "Dansachmüller-Kreuz" erweitert. Der Freistädter Otto Dansachmüller war ein begeisterter und talentierter Schnitzer, auch wenn über ihn nicht viel bekannt ist.
Die Andacht kann betreten werden und ist sehr gepflegt, auch wenn etwas zu viele Ziergegenstände darin zu finden sind.
Laternen und der Kopf einer Madonna, industriegefertigte, triviale Gegenstände ohne besonderen Wert.
Allfällige Reparatur- und Sanierungsarbeiten daran werden schon seit vielen Jahrzehnten großzügig von der Freistädter Goldhauben- und Kopftuchgruppe unterstützt. Jährlich wird seit 1984 eine Maiandacht bei der Waldandacht, die im Besitz der Stadtgemeinde steht, abgehalten.
Auch Spaziergänger ohne religiösen Hintergrund rasten gerne auf der Bank neben der Andacht. Im Frühsommer kann man das Aroma des Waldmeisters riechen, der an diese Stelle üppig wächst.