Hubertuskapelle Bockau

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Laubenkapelle
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Denkmalstatus:
steht unter Denkmalschutz
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Bockau - Pfadfinderweg (Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.52266965056, 14.493471086244 (Navigation starten)
Sakrale Figur
Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Hubertus
Seine Heiligen-Legende zählt wohl zu den berühmtesten überhaupt: Der zunächst noch ganz und gar nicht heilige Hubertus geht am Karfreitag auf die Jagd, erblickt einen wohlgebauten Hirsch, legt seine Armbrust an, da bleibt das Tier plötzlich stehen, dreht sich um und zwischen seinem Geweih erscheint ein strahlendes Kreuz. "Hubertus, ich erlöse dich und dennoch verfolgst du mich", ertönt eine Stimme. Daraufhin wirft Hubertus seine Waffe weg, bricht mit seinem alten Lotterleben und wird ein Heiliger. Gedenktag: 3. November Patron der Jäger, Förster, Waldarbeiter und Schützenvereine

Material für Figuren

Gips
Kopie einer Figur des hl. Hubertus auf einem Steinpodest neben dem Altar.


Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit frei gestalteten Enden)
Am Dachreiter aus Metall

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur


Kapellenausstattung

Altar
Steintisch, Altardecke weidmännisches Muster und ein Kruxifix aus Holz.


Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit geraden Enden)

Kreuzdarstellung

Kruzifix
Standkruzifix am Altar


Sakrales Bild
Material für Bilder

Putz

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Hubertus
Großes modernes Hubertusgemälde an der Altarwand


Architektonische Besonderheit

Glockentürmchen / Dachreiter
Dachreiter mit hohem Zeltdach aus gefalztem Blech mit Knauf und Kreuz


Fenster
Fensterform

Eselsrücken / Tudorbogen (Spitzbogen)
Spitzbogen

Fensterfunktion

Belichtung
Je 1 Fenster an den Seitenwänden innen mit Malereimusterstreifen umgeben. Die Holzfenstersprossen in Kreuzform.


Fenster
Fensterform

Rechteckige Fenster mit geraden Sturz

Fensterfunktion

Schallfenster
4 Schallfenster mit Jalousien im Glockentürmchen.


Tür
Türsturz

Gerader Sturz
breite geputzte altrosa Türumrahmung

Türblatt

Holztür - Eingestemmte Füllungstür
Zusätzlich vergittert


Kapellenausstattung

Standkerzenhalter
1 dreiarmiger Kerzenleuchter am Altar und 2 hohe schmiedeiserne Kerzenleuchter am Boden neben dem Altar.


Kapellenausstattung

Sitzbank
1 Sitzbank

Mauerwerk
Mauerwerk-Art

Granitstein

Mauerwerk-Technik

verputzt
Weiß gestrichen. Das geschweifte Krüppelwalmdach mit Ziegeldeckung und Halbschalen an den Graden, ist trapezförmig, weit vorgezogen und mit 2 Kanthölzern abgestützt und einem Querholz verbunden. Es entsteht so ein offener Raum. Das Giebelfeld an der Rückwand weist bis zur Türumrahmung eine Querlattung auf. Die Öffnung zwischen den Kanthölzern wird mit einer halbhohen Brüstung mit Blumenschmuck verschlossen.

Errichtung
1931

Votationsgrund
Bet-/Andachtstätte

Jägerkapelle

Die Hubertuskapelle beim Eingang in die Bockau ist die Nachfolgerin der Antoniuskapelle. Die Antoniuskapelle wurde im Auftrag von Anton Lindinger aus Lambach gebaut, als Dank dafür, dass er den 1. Weltkrieg gut überstanden hat.
Die Kapelle wude aus Kostengründen aus Holz gebaut, nach einem Missgeschick mit Kerzen brannte sie am 05. Juli 1930 vollständig ab.
Der damalige Bürgermeister Zemann und "Vater" Kolda starteten sofort eine Spendensammlung und tatsächlich konnte die Kapelle neu gebaut werden, diesmal aus Stein. Werkleute und Schüler des Marianums halfen beim Bau mit und taten ihr Bestes.

Die Antoniuskapelle erfreute sich großer Beliebtheit und wurde nach dem 2. Weltkrieg von einem Lehrer, Rudolf Purm betreut.
Danach wurde die Kapelle vom Marianum Freistadt an die Jägerschaft übergeben und von dieser zur Hubertuskapelle umgestaltet.
Im Jahre 1971 wurde die Hubertuskapelle eingeweiht.

Die Kapelle hat eine rechteckige Grundform mit Satteldach. Über dem Eingangsbereich ist ein Vorbau mit steilem Giebel. Das Dach ist mit roten Ziegeln eingedeckt, darauf ist ein Turm mit Spitze und einem Kreuz aus Metall.
Als Schmuck dient noch ein Schädel mit Geweih und Blumentröge, auch eine Sitzbank ist vorhanden. Zwei seitliche Treppen dienen als Zugang.

Die Kapellennische ist mit einer Holztür verschlossen und vergittert. Im Innenraum finden sich ein Altar mit Jägerdekoration, ein Kruzifix und eine Vase mit Kunstblumen. Die wichtigste Figur ist ein Gipsabguß des hl. Hubertus, der nach einer Skulptur des Bildhauers Gottfried Pöchinger angefertigt wurde. Das Original steht nahe Rosenhof bei Sandl. Eine Gipskopie für die Kapelle wurde von der Jägerschaft auf einem Flohmarkt gekauft.

Die Hubertuskapelle ist harmonisch in die Waldumgebung eingebettet und dicht bewachsen.

 

 

.

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 75-77
alternative Quelle
https://www.katholisch.de/artikel/65-der-heilige-aus-dem-wald, Thomas Jansen
Datenbankerfassung
2025-09
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich