Am Wanderweg FR4 von Freistadt nach St. Peter steht am Anfang der Bockau dieser Nischenblockpfeiler, der auch mit einer Gedenktafel ausgestattet ist.
Er ist vollständig aus Granit und wie aus der spätgotischen Bauart zu schließen ist, dürfte er aus dem 17. Jahrhundert stammen.
Der Bildstock steht auf einem unbehandelten Naturstein, der viereckige Schaft erhält durch Abschrägungen im Mittelteil einen achteckigen Querschnitt. Die Abschrägungen sind am Beginn und Ende scharf begrenzt, beginnen im unteren Drittel des Schaftes und enden etwa 10cm unterhalb des Tabernakels. Der Helm des Tabernakels ist aus zwei in sich verschnittenen Satteldächern gebildet und mit einem einfachen, leicht schiefen Eisenkreuz bekrönt. Der Schaft ist schlicht, ohne Beschriftungen und ohne Jahreszahl. Eine querverlaufene Bruchstelle im oberen Teil ist durch eine Zementnaht und Klammern gefestigt.
Ein Foto aus dem Jahre 1933 zeigt den Bildstock mit leeren Bildnischen. Später wurde über einer Nische eine Gedenktafel an den Jäger Andreas Weineck, verstorben nach schwerer Krankheit am 30. Juni 1967, angebracht.
Bildnischen sind nicht für Gedenktafeln vorgesehen und erfreulicherweise wurde der Bildstock Beginn der 2020er Jahre renoviert.
Die Freistädter Malerin und Autoditaktin Veronika Ziegler fertigte drei Ölbilder auf Blech an und so wurden die Bildnischen mit den farbenfrohen Bildern des hl. Hubertus als Schutzpatron der Jäger, einem Winterbild der kleinen Kirche in St. Peter und einem Winterbild mit der Ansicht von Freistadt um 1905 ausgestattet.
Die Gedenktafel an den verstorbenen Jäger wurde am Schaft des Nischenblockpfeilers befestigt.