Die Familie Thury kam um 1729 nach Freistadt und betrieb drei Hammerwerke, wodurch das Tal den heutigen Namen bekam.
Erste Hinweise auf eine Hufschmiede finden sich schon im Jahre 1443. Die damaligen Werkstätten sind komplett von Feuer vernichtet worden. Die späteren Hämmer entstanden am selben Standort, eine reproduzierte Holztafel verweist auf eine Hufschmiede.
Im Schaukasten neben dem eisernen Eingangstor findet sich eine komplette Chronologie, erstellt vom Schlossmuseum Feistadt.
In der Blütezeit der drei Thuryhämmer waren etwa 20 Schmiede mit der Erzeugung von Sensen beschäftigt. Die Hämmer wurden damals durch Wasserräder aus Holz betrieben. Mit dem Beginn der Industrialisierung kam der Niedergang der Thuryhämmer
um 1870.
Im Laufe der Jahrzehnte verfielen die Anlagen zu kümmerlichen Ruinen. Von Erde überschwemmt und von Gestrüpp überwachsen war kaum mehr etwas davon zu sehen. Der Verein „Revitalisierung Thurytal“ nahm sich Mitte der 1990er Jahre der Ruinen an und stellte den sogenannten „2. Hammer“ wieder soweit her, dass das Hammerschmieden, so wie es früher war, wieder gezeigt werden kann. Seit dem kann das Hammerwerk II wieder besichtigt werden.
Die Schmiede ist aus massivem Granit gebaut und verfügt nun wieder über ein mehr als 100 Jahre altes funktionierendes Wasserrad. Das schräge Dach ist mit rotbraunen Dachziegeln gedeckt und mit Moos und Flechten bewachsen. Darauf befindet sich eine hoher, schmaler Schornstein, der ebenfalls mit Ziegeln gedeckt ist. Die Eingangstore sind aus Eisen und im Innenhof findet sich eine Holzfigur aus dem Jahre 1830, die Graf Thury gewidmet ist. Rund um das Gebäude finden sich Sitzgelegenheiten, eine Feuerstelle und sogar Toiletten.
Ein engagiertes, ehrenamtliches Team veranstaltet Schauschmieden, Schmiedekurse und weitere Aktivitäten.
Der restaurierte Hammer ist aus dem Thurytal nicht mehr wegzudenken.