Bildstock Graben 2

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Breitpfeiler
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Graben 2 (Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.517125216334, 14.513249695192 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
200 cm

b) Gesamtbreite:
50 cm

c) Gesamttiefe:
50 cm

d) Sockelhöhe:
15 cm

j) Aufsatzhöhe:
70 cm

k) Aufsatzbreite:
30 cm

m) Bekrönungshöhe:
30 cm
AKfKDF Bemassung Breitpfeiler Vereinheitlicht
Symbol

Auge Gottes
am Aufsatz im Mittelfeld das Dreieck (Dreifaltigkeit) mit dem Auge Gottes. Gerahmt von je einer Doppelspirale in deren oberer Mitte eine Kugel mit einem herausgemeißelten griechischen Kreuz sitzt.


Symbol

Raute
am Sockel


Inschrift
Inschriftentyp

Christusmonogramm (IHS)
am Schaft

Sakrales Bild
Material für Bilder

Metall
Ölbild auf Blech

Sakrale Ikonographie

Mariendarstellung - Maria Hilf
Es handelt sich hier um die Maria Hilf Darstellung aus der Pfarrkirche Wolkenstein in Südtirol. Das Bild befindet sich in einer leicht eingezogenen Rundbogennische mit Metallumrahmung.


Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit Pfeilenden)
aus Eisen, im Kreuzungspunkt Kreuzstrahlen sowie 5 Kugeln an den Kreuzenden und im Zentrum.

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur


Kreuz
Kreuzform

Griechisches Kreuz (mit geraden Enden)
Querbalken gerade, Längsbalken Kugelenden.

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
herausgenmeißelt in einem Kreis über dem Auge Gottes.

Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine

Stein-Technik

behauen
Aus einem Stück gehauen mit zahlreichen gemeißelten Verzierungen. Der breitere Sockel verjüngt sich durch mehrere runde Abstufungen zum schmäleren Mittelteil, an den die Rundbogennische mit barockem Aufbau für das Bekrönungskreuz anschließt.

Errichtung
1863

Votationsgrund
unbekannt

Der Bildstock neben dem Weg beim Haus Graben 2 stammt aus der Barockzeit und zeigt eine sehr aufwändige Gestaltung.
Der Breitpfeiler ist aus einem Stück Stein gehauen und dreigegliedert (Sockel, Schaft und Kopf), die Vorderseite des Sockels trägt die Initialen des Stifters "JW" und die Jahreszahl 1863.

Die Verzierungen des Schaftes bestehen aus dem Glockenmotiv, dem Monogramm Mariens, dem Trigramm Christi (IHS) und  dem Symbol der Herrschaft Christi. Die Seitenflächen ziert je eine Dreieckskombination, die mit ihren Spitzen die Verbindung zwischen Himmel und Erde symbolisiert.
Die Raute ist aus der Lebensrune entwickelt und stellt den lebensspendenden Schoß einer Frau dar.

Die geschwungende Bildnische ist mit einem gezackten Metallrahmen umrahmt. Das Bild zeigt die Gottesmutter mit Kind. Beide tragen Kronen, Maria ist mit rotem Gewand und blauem Mantel dargestellt. Der blaue Mantel symbolisiert Reinheit, Himmel, das Göttliche und ihren Rang als Himmelskönigin, das rote Gewand steht für das Irdische. Das Jesuskind trägt ein weißes Kleid als Symbol der Unschuld. Das Ölbild wurde von Stefan Eder aus Schlag neu gemalt. Die barock geschwungene Bedeckung trägt im Mittelfeld das Dreieck (Dreifaltigkeit) mit dem Auge Gottes, darüber ein Kleeblattkreuz.

Im Barock dienten solche Bildstöcke als Wegzeichen für Reisende und Pilger, als auch als Ort für private Andacht.

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 81,82
Datenbankerfassung
2025-10
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich