Der Bildstock neben dem Weg beim Haus Graben 2 stammt aus der Barockzeit und zeigt eine sehr aufwändige Gestaltung.
Der Breitpfeiler ist aus einem Stück Stein gehauen und dreigegliedert (Sockel, Schaft und Kopf), die Vorderseite des Sockels trägt die Initialen des Stifters "JW" und die Jahreszahl 1863.
Die Verzierungen des Schaftes bestehen aus dem Glockenmotiv, dem Monogramm Mariens, dem Trigramm Christi (IHS) und dem Symbol der Herrschaft Christi. Die Seitenflächen ziert je eine Dreieckskombination, die mit ihren Spitzen die Verbindung zwischen Himmel und Erde symbolisiert.
Die Raute ist aus der Lebensrune entwickelt und stellt den lebensspendenden Schoß einer Frau dar.
Die geschwungende Bildnische ist mit einem gezackten Metallrahmen umrahmt. Das Bild zeigt die Gottesmutter mit Kind. Beide tragen Kronen, Maria ist mit rotem Gewand und blauem Mantel dargestellt. Der blaue Mantel symbolisiert Reinheit, Himmel, das Göttliche und ihren Rang als Himmelskönigin, das rote Gewand steht für das Irdische. Das Jesuskind trägt ein weißes Kleid als Symbol der Unschuld. Das Ölbild wurde von Stefan Eder aus Schlag neu gemalt. Die barock geschwungene Bedeckung trägt im Mittelfeld das Dreieck (Dreifaltigkeit) mit dem Auge Gottes, darüber ein Kleeblattkreuz.
Im Barock dienten solche Bildstöcke als Wegzeichen für Reisende und Pilger, als auch als Ort für private Andacht.