Nach dem ersten Weltkrieg wurde im Jahre 1925 an der Stadtpfarrkirche ein Kriegerdenkmal errichtet. Ein Komitee entschied für den Entwurf des Bildhauers Adolf Wagner, geb. in Rohrbach.
Das Werk war als Epitaph gedacht und an der Rückwand der Vorhalle des Kirchenturms aufgestellt.
Als Epitaph wird eine Gedenktafel mit Inschrift für Verstorbene an einer Kirchenwand oder einem Pfeiler bezeichnet.
Als Motiv wählte der Künstler das flammende Schwert mit dem Bildnis des hl. Michael, in Kupfer getrieben.
Das Schwert in der Hand des Erzengels symbolisiert die Überwindung des Bösen.
Aus "Freistädter Anzeiger" Juni 1925
"Es ist kein Geheimnis, dass dieses Denkmal nach der Fetigstellung mancherorts scharfe Kritik gefunden hat. Das Abweichen von der Schablone und die ungewohnte Technik der Treibarbeit in Kupfer fanden wenig Verständnis. Umso erfreulicher war die Anerkennung, welche dem Werke in der Linzer Kritik zuteil wurde, als "Prachtleistung in Idee und Ausführung" gewürdigt zu werden."
Nach dem verheerenden zweiten Weltkrieg von 1939 - 1945 wurde das Denkmal um die gefallenen, vermissten und an den Folgen des Krieges verstorbenen Freistädter erweitert.
Am 20. und 21. Juni 1970 wurde die Eröffnung mit dem Kameradschaftsbund, dem Kriegsopferverband, der Bürgergarde und der Feuerwehr Freistadt unter dem Ehrenschutz von Bürgermeister Tröls gefeiert.
Das Kriegerdenkmal ist durch eine schmiedeeisene Tür verschlossen und mit Kränzen geschmückt.