Kreuzweg nach St. Peter - Station 01

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Einfache Kapelle
Zustand:
Gut
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Kreuzweg
Breiten-, Längengrad:
48.511471193223, 14.494293182979 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
370 cm

b) Gesamtbreite:
225 cm

c) Gesamttiefe:
155 cm

m) Bekrönungshöhe:
40 cm

n) Bekrönungsbreite:
40 cm

s) Laubentiefe:
70 cm
AKfKDF Bemassung Kapelle Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
Jesus wird zum Tode verurteilt.

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Auf dem Holzbalken unter dem Bild. Schrift verwittert.


Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
i römische Zahl für 01. Station am Giebel

ist Kreuzwegsstation
Kreuzweg
Freistadt - Kreuzweg (14 Stationen)
Kreuzwegstation
1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt (Mt 27,11-26)
auf der rechten Seite in einer 3er Gruppe
Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit Kleeblattenden)
aus Metall mit Holzbeschlag als Krönung

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
am Dach als Bekrönung


Tür
Türsturz

Gerader Sturz
Rechteck

Türblatt

Eisentür - Schmiedeeisentür
2 - flügelige Tür mit ornamentalen Mustern

Künstler

Schneider, Franz (1789 - 22.7.1847)
Akademischer Bildhauer Figuren aus Lindenholz Gestaltete auch in Linz am Pöstlingberg und in Gramastetten Kreuzwegstationen.

Mauerwerk
Mauerwerk-Art

Granitstein
helle Granitblöcke

Mauerwerk-Technik

gelegt
Granitquader versetzt übereinander gelegt und mit Mörtel verfugt. Sauber gearbeitete Ecken mit leicht vorspringender Kante. Die Kapelle schließt mit einem dreieckigen Giebel ab. Dach aus Steinplatten mit Blechabdeckung.

Errichtung
1836 - 1842

Votationsgrund
Bet-/Andachtstätte

Kreuzweg 1. Station

Allgemeine Beschreibung Kreuzweg nach St. Peter

Der Kreuzweg nach St. Peter besteht aus 14 Stationen, er beginnt in der St. Peter Straße und endet in dem kleinen Ort St. Peter in der Kreuzkirche, einer Filialkirche von Freistadt. Ein Stück des Weges verläuft er steil ansteigend durch den Wald, er wurde auch als Bußweg bezeichnet. Aufgrund seiner stadtnahen Lage und den idyllischen Rastplätzen wird er gerne von der Bevölkerung ohne religiösen Hintergrund als Spazierweg genutzt.

Laut der Pfarrchronik von Freistadt begann der Bau des Kreuzwegs im Jahre 1836, im Jahre 1842 war er vollendet.
Aus der Pfarrchronik von Freistadt:
"Die Veranlassung zur Errichtung des Kreuzweges war ein Blitzstrahl, welcher am 28. Juni 1834 in die alte, seit 1787 gesperrte Allerheiligenkirche zu St. Peter hinabfuhr und alle darin aufbewahrten Gegenstände verzehrte, während das Mauerwerk und der hölzene Dachstuhl unversehrt blieben."

Die Stationen 1-11 sind einfache Kapellen im Freien neben dem Gehweg, aus massiven Granitsteinen und meist von Linden umgeben.
Die Stationen 12, 13, 14 befinden sich innerhalb der Kreuzkirche. Die Steine der Gemäuer sind gehauen und scharfkantig bearbeitet, wodurch ein regelmäßiges Mauerbild entsteht. Die Fugen sind dem Alter entsprechend mit Mörtel verfugt und teilweise ausgewaschen oder leicht verwittert.
Die Kapellen schließen mit einem dreieckigen Giebel ab. Die Dächer sind aus Steinplatten gearbeitet und mit einer Blechabdeckung versehen.
Auf den Dächern befinden sich einfache Metallkreuze mit Kleeblattenden, an den Metallkreuzen sind zusätzlich Holzkreuze befestigt.
Die rechteckigen Nischen reichen bis zum Boden der Kapelle und sind mit schmiedeisenen Toren mit ornamentalen Elementen verschlossen.

Sehenswürdigkeiten sind die aus Lindenholz geschnitzen kunstvollen Stationsbilder. Sie bestehen aus mindesten fünf, oft meterhohen Figuren, von denen die Hauptfiguren sehr ausdrucksvoll und charakteristisch ausgeführt sind. 
Angefertigt sind sie von dem akademische Maler Franz Schneider, nach dessen Entwürfen auch der Linzer Kalvarienberg gearbeitet ist.
Auch der Kreuzweg in Gramastetten, sowie die steinerne Statue beim Brunnen im Wilheringer Stiftshof sind Werke dieses Künstlers.
Im Jahre 1903 wurde der Freistädter Kreuzweg vom Vergolder Franz Klambauer in Linz neu gefasst.

Station 01 - Jesus wird zum Tode verurteilt

Die Kapelle ist aus massiven Granitstein in Quadermauertechnik gebaut und mit Mörtel verfugt. Sie steht auf einem massiven Steinsockel und schließt mit einem dreieckigen Giebel, an dem die Nummer I steht,  ab. Das Dach ist aus Steinplatten gearbeitet und mit einer Blechabdeckung versehen, darauf befindet sich ein dunkles Metallkreuz mit Kleeblattenden und zusätzlich mit Holz beschlagen.

In der rechteckigen Nische die mit einem schmiedeeisenen Gitter verschlossen ist, finden sich über ein Meter hohe Holzfiguren, sie stellen die Szene der Verurteilung zum Tod von Jesus dar.
Jesus steht im weißem Gewand, gefesselt und mit gesenktem Blick inmitten von Soldaten.
Im Hintergrund ist Pontius Pilatus in gelb-rotem Gewand zu sehen. Eine weitere Figur im Hintergrund hält eine Kanne und eine Schale, dies könnte auf die Szene der Handwaschung des Pilatus anspielen. Symbolisch für "Pilatus wäscht seine Hände in Unschuld".
Unter dem Bild ist ein Holzbalken mit der ausgeblichener Inschrift:
Jesus wird zum Tode verurteilt

Station 01 steht auf der rechten Seite in einer Guppe aus drei Kapellen.

 

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 55-57
alternative Quelle
Eigenrecherchen 2025 , Christine Ateek KI unterstützt
Datenbankerfassung
2025-11
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich