Der Soldatenfriedhof beider Weltkiege findet sich im Jaunitztal nicht weit entfernt von der Bahnstation Freistadt.
Besucher werden beim Eingang der miteinander verbundenen Friedhöfe durch ein Metallschild informiert.
Eingeprägt ist folgender Text:
SOLDATENFRIEDHOF FREISTADT
HIER RUHEN 787 DEUTSCHE SOLDATEN 1939 - 1945
388 KRIEGSTOTE 1914-1918
UND 1566 KRIEGSTOTE VERSCHIEDENER NATIONEN 1939 - 1945
Der Kriegerfriedhof vom 1. Weltkrieg wurde 1915 für die Verstorbenen des Freistädter Kriegsgefangenlagers in dem hauptsächlich Ukrainer gefangen waren, errichtet.
Der Friedhof besteht aus 3er Guppen steinerner Kreuze in der großflächigen Wiese. Dominant ist ein steinerner Obelisk auf einem Sockel, zu dem zwei Stufen führen. Auf dem Obelisk ist ein orthodoxes, eisernes Kreuz (auch bekannt als russisches oder slawisches Kreuz) befestigt.
Auf dem Sockel steht geschrieben:
HIER RUHEN 388 KRIEGSOPFER
367 RUSSEN U. 21 ITALIENER AUS DEM WELTKRIEG 1914 -1918
Der Friedhof für die Opfer des 2. Weltkriegs ist nur durch eine kleinen Mauer getrennt, der Eingang verbindet beide Friedhöfe zu einer Gesamtgedenkstätte. Die Grasfläche geht leicht bergauf, im oberen Drittel steht ein großes Steinkreuz auf einem Sockel.
Um das große Kreuz, den Hügel entlang, sind ca. 50x30x10 cm große Steinkreuze aufgestellt mit Inschriften zu den gefallenen Soldaten.
Alle Kreuze sind aus Lasberger Granit angefertigt.
Ingesamt sind 2348 verstorbene Kriegsopfer hier begraben, sie stammen aus verschiedenen Nationen. Bei manchen gefundenen, toten Soldaten ist bis heute die Identität unbekannt.
Durch die gleichartig gestalteten Gräber, unabhängig von gesellschaftlicher und militärischer Stellung der Verstorbenen, erhält die Grabanlage besondere Würde.
Die eindrucksvolle Grab- und Gedenkanlage wird vom "Schwarzen Kreuz" vorbildlich gepflegt.