Soldatenfriedhof an der Jaunitz

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Kriegsdenkmal
Zustand:
Sehr gut / Renoviert
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Jaunitztal (Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.494476009567, 14.493134021759 (Navigation starten)
Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
SOLDATENFRIEDHOF FREISTADT HIER RUHEN 787 DEUTSCHE SOLDATEN 1939 - 1945 388 KRIEGSTOTE 1914-1918 UND 1566  KRIEGSTOTE VERSCHIEDENER NATIONEN 1939 - 1945

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Druckschrift auf Metall (Kupfer) geprägt. Beim Eingang zum Friedhof auf einer Kupferplatte

Einfache Inschrift
HIER RUHEN 388 KRIEGSOPFER 367 RUSSEN U. 21 ITALIENER AUS DEM WELTKRIEG 1914 -1918

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Auf dem Sockel des Monolith, Opfer des 1. Weltkrieg.

Kreuz
Kreuzform

Patriarchenkreuz (mit freigestalteten Enden)
Auf dem Monolith für die Opfer des 1. Weltkriegs

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
orthodoxes Eisenkreuz


Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit geraden Enden)
auf dem Hügel für die Opfer des 2. Weltkriegs

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
Großes Steinkreuz auf Sockel

Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine
heller Granit aus der Region

Stein-Technik

behauen
Beide Denkmäler sowie die Grabsteine sind aus Lasberger Granit gehauen.

Errichtung
1916 - 1972

Votationsgrund
Tod durch kriegerische Auseinandersetzung

Soldatenfriedhof

Der Soldatenfriedhof beider Weltkiege findet sich im Jaunitztal nicht weit entfernt von der Bahnstation Freistadt.
Besucher werden beim Eingang der miteinander verbundenen Friedhöfe durch ein Metallschild informiert.
Eingeprägt ist folgender Text:
SOLDATENFRIEDHOF FREISTADT
HIER RUHEN 787 DEUTSCHE SOLDATEN 1939 - 1945
388 KRIEGSTOTE 1914-1918
UND 1566  KRIEGSTOTE VERSCHIEDENER NATIONEN 1939 - 1945

Der Kriegerfriedhof vom 1. Weltkrieg wurde 1915 für die Verstorbenen des Freistädter Kriegsgefangenlagers in dem hauptsächlich Ukrainer gefangen waren, errichtet.
Der Friedhof besteht aus 3er Guppen steinerner Kreuze in der großflächigen Wiese. Dominant ist ein steinerner Obelisk auf einem Sockel, zu dem zwei Stufen führen. Auf dem Obelisk ist ein orthodoxes, eisernes Kreuz (auch bekannt als russisches oder slawisches Kreuz) befestigt.
Auf dem Sockel steht geschrieben:
HIER RUHEN 388 KRIEGSOPFER
367 RUSSEN U. 21 ITALIENER AUS DEM WELTKRIEG 1914 -1918

Der Friedhof für die Opfer des 2. Weltkriegs ist nur durch eine  kleinen Mauer getrennt, der Eingang verbindet beide Friedhöfe zu einer Gesamtgedenkstätte. Die Grasfläche geht leicht bergauf, im oberen Drittel steht ein großes Steinkreuz auf einem Sockel.
Um das große Kreuz, den Hügel entlang, sind ca. 50x30x10 cm große Steinkreuze aufgestellt mit Inschriften zu den gefallenen Soldaten.
Alle Kreuze sind aus Lasberger Granit angefertigt.
Ingesamt sind 2348 verstorbene Kriegsopfer hier begraben, sie stammen aus verschiedenen Nationen. Bei manchen gefundenen, toten Soldaten ist bis heute die Identität unbekannt.

Durch die gleichartig gestalteten Gräber, unabhängig von gesellschaftlicher und militärischer Stellung der Verstorbenen, erhält die Grabanlage besondere Würde.
Die eindrucksvolle Grab- und Gedenkanlage wird vom "Schwarzen Kreuz" vorbildlich gepflegt.

 

 

 

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 65
alternative Quelle
Eigenrecherchen 2025, Christine Ateek
Datenbankerfassung
2025-11
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich