Neben der Sonnbergstraße kurz vor St. Peter findet sich eine Bank neben einem Bildstock.
Der Bildstock steht auf einem Steinsockel und ist ursprünglich aus hellem Granit gehauen. Aus dem rechteckigen Sockel mit abgefasten Kanten ragt der schlichte achteckige Schaft, darauf findet sich der Blockaufsatz mit vier oben abgerundeten Bildnischen, drei davon sind mit bunten Bildern beschickt. Auf dem Dach, das aus zwei verschnittenen Satteldächern besteht, bildet ein eisernes, schwarzes Kreuz den Abschluss.
Das Kreuz ist kein klassisches christliches Kreuz, es ist mit einem Strahlenkranz versehen. Diese Form für schmiedeeiserne Kreuze ist oft in Tirol zu finden.
Die drei Bilder sind Drucke von Ölbildern und ohne Signatur, sie sind in jüngster Vergangenheit erneuert worden. Am Bildstock ist keinerlei Inschrift zu finden, stilistisch dürfte er aus dem Ende des 19. Jahrhundert stammen.
Bild 1: Hl. Notburga von Rattenberg-Tirol in schlichter Schürze mit Heiligenschein. Über ihr ein Engel mit Sichel, symbolisch für das Sichelwunder und dem Attribut Getreide. Zwei weitere Frauen (Mägde) helfen bei der Ernte. Im Hintergrund das Schloss Rottenburg, wo die Hl. Notburga als Magd und Köchin gelebt haben soll.
Bild 2: Maria mit Herz: Es symbolisiert die makellose Liebe Mariens und ihre tiefe Verbundenheit mit Gott. Attribute Rosen für Liebe und Flammen für brennende Liebe. Maria trägt ein weißes Kleid mit blauem Umhang.
Bild 3: Hl. Hubertus als Jäger mit Hund und Lanze, Attribut Hirsch mit leuchtendem Kruzifix zwischen den Geweihenden.
Der Bildstock ist für einige Zeit in Schwand gestanden und steht nun wieder auf seinem ursprünglichen Platz.