Auf der Ostseite des älteren Teil des Friedhofs findet sich in der Ecke die Sammelgrabstätte der Marianisten auch Marienbrüder genannt.
Der christliche Männerorden gründete um das Jahr 1900 eine Schule mit Internat nur für Jungen. Die Schule besteht heute als "Neue Mittelschule", das Internat wurde 1988 geschlossen, sie wird nun von weltlichen Pädagogen geführt und natürlich auch von Mädchen besucht.
In der Ecke der Grabstätte ist eine lebensgroße Madonna aufgestellt. Sie steht auf einem Sockel in einer spitzbogigen Granitnische, ein typisch gotisches Element, die in eine massive Steinwand, ebenfalls aus Granit, eingelassen ist.
Die Marienstatue selbst ist aus weißem Marmor gehauen, am unterem Teil sieht man typische rosa Marmorierungen. Maria trägt wallende Gewänder und einen Heiligenschein. Sie trägt ein Herz, umwunden von Dornen in den Händen. In der christlichen Ikonografie symbolisiert das Herz ihre Liebe und Hingabe, während die Dornen für ihren miterlebten Schmerz und ihr Mitgefühl mit dem Leiden Jesus steht.
Die Statue steht auf einen mehrstufigem Sockel. Auf dem Steinblock befindet sich eine dunkle Platte mit goldener Inschrift in Frakturschrift:
"Grabstätte der Marienbrüder"
Auf dem weit über die Friedhofsmauer ragenden Spitzbogen ist ein massives, schlichtes Kreuz zu finden.
In diesem Grab wird nach wie vor beerdigt und vereinzelt gibt es auch andere Gräber dieses nur mehr aus wenigen Personen bestehenden Orden.