Dechantkreuz am Stadtberg

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Dachkreuz
Kreuzform:
Lateinisches Kreuz (mit geraden Enden)
Kreuzdarstellung:
Bildkreuz
Zustand:
Gut
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Stadtbergstraße 20 (Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.518210463123, 14.491106271744 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
220 cm

b) Gesamtbreite:
150 cm

c) Gesamttiefe:
20 cm
AKfKDF Bemassung Kreuz Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Christusmonogramm (INRI)
auf einer geschwungenen Inschrifttafel

Besondere Funktion
Rotes Kreuz (Kapelle)
Sakrale Figur
Sakrale Ikonographie

Christusdarstellung - Kruzifix

Material für Figuren

Metall
Blechschnitt, eine Hand im Segensgestus, die andere zur Faust geballt. Scheibennimbus.

Künstler

Wagner, Herbert, Prof. (22.1.1931 - 23.1.2021)
1991 von Prof. Wagner restauriert

Holz
Holz-Art

Tanne
schwer erkennbar aus Altersgründen, leicht rissig.

Holz-Technik

gezimmert/getischlert
Satteldach mit geschwungen geschnittenem Stirnbrett. Restauriert und dunkel gestrichen

Errichtung
1870 - 1900

Votationsgrund
Errettung bei Krankheit

Bitte um Hilfe bei Nervenleiden.

Das  Kreuz vor einem Haus in der Stadtbergstraße 20 wurde früher oft das "Rote Kreuz" genannt. Diese Bezeichnung deutet im historischen Kontext häufig auf eine ehemalige Richtstätte oder ein Kreuz hin, das an einer markanten Weggabelung stand.

Es handelt sich um ein klassisches Holzkreuz mit Schutzdach. Es steht auf einem Steinsockel und ist eingezäunt. Die Verzierungen sind typisch für die Schnitzkunst Ende des 19. Jahrhunderts. Die Holzteile und Korpus wurden mehrfach restauriert, das letzte Mal im Jahre 1991 von Prof. Herbert Wagner. Der Korpus Christi ist ein Blechschnitt und über ihm befindet sich die traditionelle Inschrifttafel mit dem Kürzel "I.N.R.I." (Jesus von Nazaret, König der Juden).

Als Stiftungsgrund ist überliefert: ein schweres Nervenleiden und die Bitte um göttlichen Schutz vor Unwetterschäden.

Das Kreuz liegt am Aufstieg zum Stadtberg, einem Bereich, der für seine Wanderwege und die Aussicht auf die mittelalterliche Altstadt von Freistadt bekannt ist. 

 
Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 31-32
Datenbankerfassung
2026-02
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich