Die mächtige Bildsäule findet sich vor der Kaserne bei der Einmündung von der Zemannstraße zur Linzer Straße auf einer Grünfläche.
Sie ist eine alte Burgfriedsäule (Lichtsäule) und stand bis 1930 beim Mauthaus, der südlichen Burgfriedgrenze von Freistadt. Damals wurde sie von ehemaligen Artilleristen und Pionieren renoviert und für die gefallenen Soldaten des 1. Weltkriegs als Gedenksäule geweiht.
im Jahre 1938 wurde die Bundesstraße ausgebaut, der Kreuzungsbereich beim Mauthaus neu gestaltet und die Bildsäule nahe der Kaserneneinfahrt aufgestellt.
Der Sockel hat einen achteckigen Querschnitt, seine Sichtflächen sind glatt, es ist keine Jahreszahl vorhanden. Profiliert abgesetzt erhebt sich eine, durch tiefe Abfasungen entstandene, schmucklose Oktogonsäule, die mit einer Hohlkehle die vorgekröpfte, wuchtige, quaderförmige Giebellaterne trägt.
Der Tabernakel ist nach drei Seiten offen und bis auf Nischentiefe gefüllt. Prof. Herbert Wagner schuf im Jahre 1989 drei Bildnisse der Hl. Barbara auf Blech gemalt. Leider ist ein Bild verschwunden, die beiden anderen stark durch Rost beschädigt.
Das Giebeldach wird von quadratischen Eckpfeilern getragen, die dreieckigen Giebelfelder schließen wandgleich an das vorspringende Giebeldach, das aus zwei verschnittenen Satteldächern gebildet ist.
Kunstvoll und ein wenig verspielt wirkt die eiserne Bekrönung. Im Schnittpunkt erhebt sich ein Doppelbalkenkreuz, auch Wetterkreuz genannt.
Jeder einzelne Giebel trägt ein kleines Eisenkreuz, in der Mitte ist eine Kugel. Die fünf Kreuze sollen die hl. fünf Wunder des leidenden Herren symbolisieren.
Um wieder in altem Glanz zu erstrahlen ist eine Renovierung der Säule, vor allem der Bilder notwendig.