Verlässt man die Kirche und den Friedhof in St. Peter bei Freistadt, fällt in einem Garten ein farbenfroher, liebevoll bemalter Bildstock (Pfeiler) auf.
Dieser wurde aus einem alten Grabstein und weiteren Teilen zusammengebaut und mit neuen Ölbildern ausgestattet. Restauriert wurde der Blockpfeiler ca.im Jahre 2010.
Auf dem abgestuften Sockel erhebt sich ein rechteckiger Pfeiler, der nach oben verjüngt ist und mit einem Steinkreuz abschließt.
Der Sockel besteht hauptsächlich aus Granit, das Kreuz dürfte aus einer Marmormischung gemeißelt sein
Der Pfeiler fällt besonders durch die bunten Malereien auf, die laut Eigentümer eine Frau aus Gutau deren Namen er leider nicht mehr weiß, gemalt hat. Es sind auf keinem der Bilder Signatur oder Datum zu finden. Die Heiligen auf dem Sockel sind nach den Namen der Enkelkinder der Hauseigentümer benannt.
Oben: Gottesmutter Maria auf Wolken stehend mit ausgebreitenden Armen. Darstellung Himmelfahrt.
Mitte: Dreifaltigkeit - Gottvater und Christus mit Weltkugel umgeben von Wolken, darüber der Hl. Geist in Form einer weißen Taube.
Sockel: Hl. Hannah - in Gebetshaltung gegen Himmel schauend, im Hintergrund Tempel und ein Schwert
Hl. Jakobus - mit Wanderstock und Jakobsmuscheln
Hl. Marcus - mit Löwe auf einer Wüstenoase
Hl. Mona / hl. Monika - sie schickt Gebete zum Himmel um ihren Sohn Augustinus auf den rechten Weg zu bringen, bezeichnend für Mönika ist auch der über den Kopf gezogene Mantel. Es könnte auch Ihr Warten auf das Schiff in Ostia das sie zurück nach Afrika bringen sollte, dargestellt sein.
Auf allen vier Bildern sind Tempel, Berge und Bäume zu sehen.
Der Bildpfeiler ist ein gelungenes Beispiel für Renovierungen und Neugestaltungen aufgelassener Steindenkmäler.