In Traunkirchen hat sich seit der Gegenreformation ein besonderer Karwochenbrauch erhalten: ein Leiden-Christi, genannt „Antlaßsingen“. Nach der abendlichen Gründonnerstagsliturgie versammeln sich zahlreiche Gläubige zum sogenannten „Antlaßsingen. Dieser Passionsbrauch wird weder angekündigt noch verlautbart, man trifft sich einfach.
Nachdem sich sehr lange schon bei der Liegenschaft eine Station des Antlaßsingens befindet, hat der Errichter des Objektes (OGW- OÖ Gemeinnützige Bau- und Wohngesellschaft) eine Tafel aus "Untersberger Marmor“ errichten lassen.
Die einzige der 5 Stationen des Antlaßsingens die mit einem Kleindenkmal gekennzeichnet ist.
Die Tafel wurde vom Steinmetzmeister Kienesberger aus Grieskirchen nach Vorlage des Auftraggebers hergestellt. Im Kreis befindet sich das Christusmonogramm IHS, welches häufig in der Pfarrkirche (ehemalige Jesuitenkirche) vorkommt. Die Drei Nägel bedeuten die Kreuzigung, im Verbindungstrich des „H“ ist ein Hügel (Schädelstätte - Golgotha) und das Kreuz dargestellt. Darunter steht in Handgravur „5.Station Antlaßsingen“. Bei den Jesuiten wird das Symbol als Kurzform von Iesum Habemus Socium („Wir haben Jesus als Gefährten“) gedeutet.