Frauenteich - Umrandungsmauer 1938

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Baumal
Zustand:
Gut
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Promenade/Froschau (Freistadt)
Breiten-, Längengrad:
48.513200071118, 14.505568742752 (Navigation starten)
Inschrift
Inschriftentyp

Jahreszahl
1938

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Das Errichtungsjahr der Mauer ist an einem Mauerstein eingstemmt und mit einer feinen Stemmlinie kartuschenartig umrahmt.

Mauerwerk
Mauerwerk-Art

Granitstein
heimischer Mühlviertler Granit

Mauerwerk-Technik

gelegt
aus massiven Steinblöcken mit Mörtel verbunden.

Errichtung
1938

Errichtungsgrund
Anlass mit zurückliegendem/historischem Bezug

Auf der Steinmauer um den Frauenteich fällt beim Vorbeigehen, gegenüber der Statue des hl. Leonhard, eine Gravur mit dem Datum 1938 auf.
Die Mauer ähnelt auf den ersten Blick der inneren und äußeren Stadtmauer aus dem Mittelalter. Die meisten Menschen der heutigen Generation können sich den Frauenteich ohne die steinerne Einfassung gar nicht vorstellen.

Dennoch, die Mauer wurde erst im Jahre 1938 gebaut. Der Frauenteich war vor dem Bau der nahen Bundesstraße größer und diente im Mittelalter zur Überflutung des Stadtgrabens falls die Innenstadt von Freistadt angegriffen wurde.

Das Schicksalsjahr 1938 war das Jahr des Anschluss Österreichs an NS-Deutschland. Um Sympathien für das Hitler-Regime zu gewinnen wurden verschiedene Bauwerke veranlasst, um den verarmten Menschen Arbeit und Löhne zu geben. Diese Mauer ist eines davon und wie man auf dem Foto aus den 1930er Jahren vom Schlossmuseum Freistadt sieht, war dort vorher keine Mauer.

Schon mehrmals wurde über eine Neugestaltung des Frauenteichs diskutiert, ein Rückbau der Mauer ist allerdings schwer vorstellbar.

 

alternative Quelle
Eigenrecherchen 2025, Christine Ateek
Datenbankerfassung
2026-03
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich