An der Straße nach Hirschbach nahe dem Bahnhof Freistadt findet sich dieser Bildstock.
Er steht auf einer Steinplatte und erhebt sich als dreifach gegliederter Quaderstein. Im unteren Sockel findet sich die Zahl 1853 als mögliches
Errichtungsdatum und die Inschrift FIFI. Dabei dürfte es sich um die Initialen des Stifters handeln. Im Mittelteil findet sich die christliche Gravur
IHS mit Kreuz und Herz und einer gezackten Umrandung.
In die Nische wurde in jüngster Vergangenheit ein Ölbild eingesetzt, dies ist von einem Drahtgitter umgeben.
Auf dem Gemälde ohne Signatur finden sich drei Heiligendarstellungen:
Links: Hl. Florian mit den Attributen Fahne und Eimer beim Löschen eines brennenden Hauses. Er gilt als Schutzpatron der Feuerwehren.
Rechts: Hl. Leonhard mit den Attributen Stab und Kette, ihm zu Füßen liegt ein Rind. Er gilt als Schutzpatron der Viehhirten und des Viehs.
Oben in der Mitte: Dreifaltigkeit in Form eines Gnadenstuhls, Gottvater, Jesus am Kreuz und Hl. Geist in Form einer Taube.
Als Verzierung dienen Blütenzweige der Wildrose (Hagebutte). Dieser Wildstrauch kommt häufig in der Gegend an Wegrändern
und neben Bahngleisen vor.
Die Bekrönung unterscheidet sich von anderen Bildstöcken in der Gegend. An der Spitze befindet sich ein wuchtiges Steinkreuz mit ausgestelltem Kreuzstamm und Kleeblatt- oder Dreipassendung. Das eiserne Doppelkreuz vom alten Foto ist nicht mehr vorhanden.
Der Bildstock ist leicht mit Flechten bewachsen und verfügt über eine altersgemäße Patina.