Bildstock nahe Bahnhof

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Breitpfeiler
Zustand:
Gut
Ort (Bezirk):
4240 Freistadt (Freistadt)
Adresse (Ortschaft):
Hirschbacher Straße/ Summerauerbahn (Trölsberg)
Breiten-, Längengrad:
48.496161031787, 14.471504688263 (Navigation starten)
Inschrift
Inschriftentyp

Christusmonogramm (IHS)
eingemeißelt mit Herz und Kreuz und zackiger Umrandung im mittleren Teil


Inschrift
Inschriftentyp

Jahreszahl
1853

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
im unteren Sockel


Inschrift
Inschriftentyp

Monogramm
FIFI

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
im unteren Sockel die Initialen des nicht eruierten Stifters

Sakrales Bild
Material für Bilder

Metall
Öl auf Blech

Sakrale Ikonographie

Heiligendarstellung - Hl. Florian
Im Bild unten links Florian ist der erste österreichische Märtyrer und Heilige. Patron von Oberösterreich, St. Florian bei Linz, St. Florian am Inn, Bologna und Krakau; der Feuerwehr ("Floriansjünger"); der Töpfer, Böttcher, Hafner, Schmiede, Kaminfeger, Seifensieder, Weinbauern und Bierbrauer; bei Dürre, Unfruchtbarkeit der Felder, Brandwunden; gegen Feuer- und Wassergefahr, Sturm; der Bistümer Linz, Katowice / Kattowitz und Warszawa-Praga.

Heiligendarstellung - Hl. Leonhard
Im Bild unten rechts Leonhard war ein Einsiedler, der wahrscheinlich im 6. Jh. zu Noblac im Bistum Limoges eine Zelle gründete. Nach der legendären Lebensbeschreibung aus dem 11. Jh. stammte er aus fränkischem Adel, war Schüler des Remigius von Reims, gründete das Kloster St.-Léonard-de-Noblac und nahm sich besonders der Gefangenen an. Seine Gebeine wurden im 11. Jh. erhoben. Seine Verehrung ist in Deutschland, Österreich, Frankreich, England und Italien verbreitet. Leonhard gilt besonders als Patron für alle Bauernanliegen. Ihm geweihte Kirchen sind vielfach mit Ketten umspannt. Patron der Bauern, Ställe, Stallknechte, Fuhrleute, Schmiede, Schlosser, Lastenträger, Kohlenschlepper, Böttcher, Butter- und Obsthändler, Gefangenen, Bergleute, Pferde; des Viehs; für glückliche Entbindung; gegen Geistes- und Geschlechtskrankheiten, Kopfschmerzen, Siechtum.

Dreifaltigkeitsdarstellung - Gnadenstuhl vom Sonntagberg
In den Wolken schwebend über den beiden Heiligen. Gerahmt ist die gesamte Darstellung von Rosenranken

Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine

Stein-Technik

behauen
Breiter dreiteiliger Pfeiler mit niedrigem Antrittssockel und hohem Mittelteil mit Segementbogenbildnische und Inschriften darunter. Den Abschluss bildet eine wuchtiges Kleeblattkreuz mit breitem Kreuzstamm.

Errichtung
1853

Votationsgrund
unbekannt

An der Straße nach Hirschbach nahe dem Bahnhof Freistadt findet sich dieser Bildstock.

Er steht auf einer Steinplatte und erhebt sich als dreifach gegliederter Quaderstein. Im unteren Sockel findet sich die Zahl 1853 als mögliches
Errichtungsdatum und die Inschrift FIFI. Dabei dürfte es sich um die Initialen des Stifters handeln. Im Mittelteil findet sich die christliche Gravur 
IHS mit Kreuz und Herz und einer gezackten Umrandung.
In die Nische wurde in jüngster Vergangenheit ein Ölbild eingesetzt, dies ist von einem Drahtgitter umgeben.
Auf dem Gemälde ohne Signatur finden sich drei Heiligendarstellungen:
Links: Hl. Florian mit den Attributen Fahne und Eimer beim Löschen eines brennenden Hauses. Er gilt als Schutzpatron der Feuerwehren.
Rechts: Hl. Leonhard mit den Attributen Stab und Kette, ihm zu Füßen liegt ein Rind. Er gilt als Schutzpatron der Viehhirten und des Viehs.
Oben in der Mitte: Dreifaltigkeit in Form eines Gnadenstuhls, Gottvater, Jesus am Kreuz und Hl. Geist in Form einer Taube.
Als Verzierung dienen Blütenzweige der Wildrose (Hagebutte). Dieser Wildstrauch kommt häufig in der Gegend an Wegrändern
und neben Bahngleisen vor.

Die Bekrönung unterscheidet sich von anderen Bildstöcken in der Gegend. An der Spitze befindet sich ein wuchtiges Steinkreuz mit ausgestelltem Kreuzstamm und Kleeblatt- oder Dreipassendung. Das eiserne Doppelkreuz vom alten Foto ist nicht mehr vorhanden.

Der Bildstock ist leicht mit Flechten bewachsen und verfügt über eine altersgemäße Patina.

 

Literaturquelle
1997
Die Kleindenkmäler von Freistadt,
Josef Brachtl, Seite 112
alternative Quelle
ttps://www.heiligenlexikon.de/BiographienF/Florian.html, Joachim Schäfer
Datenbankerfassung
2026-04
Ateek Christine
Letzte Überarbeitung
2026-05
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich