Die Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden mit der Zweiglinie nach Zizlau wies 1066 Brücken und Durchlässe auf.
Diese Brücke der Pferdeeisenbahn ist die einzige, die sich im Gemeindegebiet von Freistadt befindet.
Die einbögige Steinbogenbrücke (Gewölbebrücke) besteht aus naturbelassenen Granitsteinen. Die Bauweise entspricht der Ingenieurskunst der frühen Industrialisierung. Diese Bogenform verteilt das Gewicht optimal und gilt als sehr stabil.
Die Brücke wurde in den 1980er Jahren renoviert und so vor dem sicheren Verfall gerettet.
Sie führt über den Jaunitzbach, darüber verläuft der Wanderweg der Pferdeeisenbahn.
Historischer Hintergrund:
Franz Josef von Gerstners hatte die Idee eine Pferdeeisenbahn von Budweis über Linz nach Gmunden zu errichten, um den Salztransport vom Salzkammergut in die böhmischen Ländereien des damaligen Kaiserreichs zu vereinfachen.
Die Planung begann schon 1807 und 1827 konnte endlich die erste Eisenbahn Europas in Betrieb genommen werden. Vorerst nur auf der böhmischen Seite, im Jahr darauf bis Leopoldschlag, 1832 reichte die Strecke bis Linz, und ab 1836 konnte das Salz durchgehend
auf der Schiene transportiert werden.
Der Pferdebestand betrug um die 600 Pferde (meist schwere Noriker) und war vom Ausmaß des Güterverkehrs abhängig.
Die tägliche Marschleistung eines Pferdes betrug bei Güterzügen ca. 42 km und bei Personenzügen 30 km.
Details zur Pferdeeisenbahn erfährt man im Museum in Rainbach/Kerschbaum nahe der tschechischen Grenze.