Über dem Eingang der Schule des Marianums findet sich eine Nische mit einer Figurengruppe. Die Schule wurde 1908 fertiggestellt.
Zentrale Figur ist Mutter Maria. Sie steht aufrecht in wallendem Gewand. Ihr Blick ist fürsorglich nach unten zu zwei Kinderfiguren
geneigt. Ein Kind blickt gläubig zu Maria auf, während das zweite Kind die Hände zu ihr erhebt.
Hinter Marias Kopf und Oberkörper ist eine große Muschelform in die Nische eingearbeitet. In der christlichen Kunst symbolisiert diese Muschel
oft die Jungfräulichkeit Marias oder die Taufe.
Die Figurengruppe befindet sich in einer kunstvollen Ädikula.
Als Ädikula bezeichnet man einen kleinen, meist wandgebundenen Architekuraufbau, der meist aus zwei Säulen oder Pfeilern besteht.
Abgeschlossen wird das Bauwerk durch ein Gebälk mit Giebel.
Die Bildhauerarbeit besteht aus hellem Stein vermutlich Steinguss, typisch für die Fassadengestaltung marianistischer Bildungsanstalten
dieser Epoche.
Unter der Nische steht in braunen Blockbuchstaben "MARIANUM" geschrieben, die Bezeichung für die Schule.
Die Skulptur wirkt sehr gut erhalten und zeigt kaum Verwitterungsspuren, was oft bei Sandstein der Fall ist.
Das spricht für verdichteten Steinguss oder eine schützende Beschichtung.