Am Graben entlang wurde in der 1930-1940er Jahren ein Steinbruch von der Gemeinde Freistadt an den Sprengmeister Johann Riepl verpachtet.
Bewegt man sich heute am Straßenrand , sieht man alle paar Meter mehrere ca. 10-20 cm tiefe Löcher in den Stein gebohrt.
Die Methoden:
Granit ist extrem hart, lässt sich aber entlang seiner natürlichen Lager- und Spaltrichtungen (den sogenannten Teilungen) relativ gerade brechen.
Um einen großen Block kontrolliert zu zerteilen, bohrten die Arbeiter eine gerade Linie von Löchern in den Fels.
In älterer Zeit wurden in diese Löcher dreiteilige Keilbrenn-Werkzeuge (zwei Federn aus Eisen und ein Treibkeil in der Mitte) eingesetzt.
Danach schlug der Steinmetz die Keile der Reihe nach mit einem schweren Vorschlaghammer (Fäustel) tiefer in die Löcher, bis die Spannung so groß wurde, dass der Stein exakt entlang der Linie riss.
In neuerer Zeit wurden solche Löcher auch gebohrt, um sie mit einer geringen Menge Sprengstoff zu füllen, um so den Block vom Felsen
zu trennen.
Chronologie:
Während der Kriegsjahre waren kaum Arbeiter für die harte Arbeit verfügbar, da die meisten Männer von der Wehrmacht eingezogen und an die Kriegsfront geschickt wurden.
So wurden in den letzten Kriegsjahren manchmal Kriegsgefangene zur Arbeit verpflichtet. Dem Pächter, der als Gegner des NS-Regimes galt, wurden aber oft Männer die nicht zur Arbeit geeignet waren zugeteilt, oder sie wurden nur bei Schlechtwetter geschickt, wo Arbeit am Steinbruch schwer möglich war. Davon zeugt auch ein Brief vom Pächter Riepl an den Bürgermeister Wolfsgruber im Archiv der Gemeinde.
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde der Steinbruch aus wirtschaftlichen Gründen aufgelassen.