Erhebung Firmgruppe 1975: Der Wassenberger ist mit einer Holzfuhre verunglückt (etwa 1948). Er hat das Malheur trotz schwerer Kopfverletzungen überlebt, aus Dankbarkeit errichtete er mit seinem Sohn Hans (er war gelernter Maurer) anfangs der Fünfziger Jahre eine Kapelle. Beim Hausumbau übriggebliebene Ziegel wurden hier verwendet. In der Kapelle stand eine wertvolle Marienstatue, diese wurde jedoch von spielenden Kindern zerschlagen. Die Kapelle war frei zugänglich; sie war ein Ort der Besinnung, Zufluchtsort für Schüler und Wanderer bei schlechter Witterung - nicht zuletzt auch willkommenes Versteck für Kleidungsstücke, welche von den Eltern "verordnet", von den Schulkindern hingegen mit Scham getragen wurden: Es wurde so manche Schürze von Schülerinnen tagsüber in der Kapelle "deponiert" und auf dem Heimweg einfach wieder umgebunden. Die Kapelle wurde 1995 von Frau Lumetsberger zum Andenken an ihren Vater neu aufgebaut und am 8. Dezember 1995 von Dechant Monsignore Müller gesegnet. Der im 5/8 Schluss gebaute Chorraum weist 2 mit Schildbögen gemauerte Spitzbogenfenster auf, die als Bildfenster gestaltete sind.