Weissenwolff`scher Grabstein - Guidobald Theofil Mathias Nikolaus Ungnad Graf Weissenwolff

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Grabstein
Zustand:
Gut
Erfassungsqualität:
Ort (Bezirk):
4221 Steyregg (Urfahr-Umgebung)
Adressbeschreibung:
in der NO Ecke an der Außenmauer der Stadtpfarrkirche
Adresse (Ortschaft):
Kirchengasse 30
Breiten-, Längengrad:
48.285912856044, 14.36504842396 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
220 cm

b) Gesamtbreite:
100 cm

c) Gesamttiefe:
54 cm
AKfKDF_Bemassung_Allgemein_Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
RuheHalle des Hochgeborenen Herrn Guidobald Theofd Mathias Nikolaus Ungnad Graf Weissenwolff: Oberst Erbland Hofmeister Besitzer der Güter Steyregg Lustenfelden Luftenberg Spielberg und Parz geboren zu Dubucko am 17. Jänner 1818 gestorben zu Steyregg am 16. Dezember 1822 Friede seiner Asche

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Die schwarz nachgezogene, eingravierte Inschrift befindet sich am schmalen Mittelteil des Grabsteines.


Wappen
Wappentyp

Familie
Wappen der Weissenwolff

Kreuz
Kreuzform

Lateinisches Kreuz (mit Pfeilenden)

Kreuzdarstellung

Kreuz ohne Figur
Am dachförmigen Überbau an der Giebelseite mittig im Stein eingraviert.

Stein
Stein-Art

Marmor

Stein-Technik

geschnitten

Errichtung
1872

Votationsgrund
Gedenken

Guidobald Theofil Mathias Nikolaus Ungnad Graf Weissenwolff (1817-1872) ist der Sohn von Paul Grafen Ungnad von Weissenwolff (1780-1848). Der Gedenkstein des Vaters steht äußerst rechts davon mit Kreuzaufsatz. Ursprünglich stand dieses Grabmal im Friedhof nächst dem Sarkophag der Gräfin Caroline von Mier. 1996/97 wurde das Grabmonument restauriert und an den heutigen Standort umgestellt. Im Frühjahr 2011 wurde der Grabstein nochmals renoviert und die Inschrift wieder lesbar gestaltet, ebenso wurde das Wappensymbol auf Hochglanz gebracht. In der Nordostecke der Stadtpfarrkirche bildet es ein Ensemble mit einer weiteren Grabstätte und eines Gedenksteines aus der Familie Weissenwolff.

Über der Inschrift ist in Steinmitte das Weissenwolfwappen mit aufgesetzter Krone, in Metallguss hergestellt, angebracht.

Der Wappenschild ist geviert und zeigt im oberen rechten Feld einen aufrechten Wolf und im linken unteren Felde zwei Wölfe, Rücken an Rücken wehrhaft an Ketten zusammengehalten, im linken obigen und im rechten unteren Feld je eine Mauer mit drei Zinnen. Der Wolf wird in der Wappen-Symbolik mit scharfer Intelligenz in Verbindung mit starkem Instinkt und mit dem Verlangen nach Freiheit gesehen. Die Elemente der Mauer mit den drei Zinnen leitet das Grafengeschlecht von der Würdigung Kaiser Friedrichs III. ab, wo sich im Kreuzzug Conrad v. Weissenwolff bei der Eroberung der Stadtmauer von Damaskus derart auszeichnete, dass ihn hinterher der Kaiser nicht nur zum Ritter schlug, er verlieh ihm auch das Recht, diese Mauerkrone („coronam muralem“) in seinem Wappen zu führen. Zum Weissen Wolf kamen so auch die Zinnen von Damaskus.

alternative Quelle
Recherchen Willibald Kutscher vom 29.01.2021
Schriftliche Unterlagen von Mag. Niklas Salm-Reifferscheidt vom 09.02.2010
Steyregg Buch Manfred Brandl/Peter Grassnigg - Stammbaum der Familie Weissenwolff, Seite 42.
Datenbankerfassung
2021-01
Kutscher Willibald
Letzte Überarbeitung
2026-09
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich