Guidobald Theofil Mathias Nikolaus Ungnad Graf Weissenwolff (1817-1872) ist der Sohn von Paul Grafen Ungnad von Weissenwolff (1780-1848). Der Gedenkstein des Vaters steht äußerst rechts davon mit Kreuzaufsatz. Ursprünglich stand dieses Grabmal im Friedhof nächst dem Sarkophag der Gräfin Caroline von Mier. 1996/97 wurde das Grabmonument restauriert und an den heutigen Standort umgestellt. Im Frühjahr 2011 wurde der Grabstein nochmals renoviert und die Inschrift wieder lesbar gestaltet, ebenso wurde das Wappensymbol auf Hochglanz gebracht. In der Nordostecke der Stadtpfarrkirche bildet es ein Ensemble mit einer weiteren Grabstätte und eines Gedenksteines aus der Familie Weissenwolff.
Über der Inschrift ist in Steinmitte das Weissenwolfwappen mit aufgesetzter Krone, in Metallguss hergestellt, angebracht.
Der Wappenschild ist geviert und zeigt im oberen rechten Feld einen aufrechten Wolf und im linken unteren Felde zwei Wölfe, Rücken an Rücken wehrhaft an Ketten zusammengehalten, im linken obigen und im rechten unteren Feld je eine Mauer mit drei Zinnen. Der Wolf wird in der Wappen-Symbolik mit scharfer Intelligenz in Verbindung mit starkem Instinkt und mit dem Verlangen nach Freiheit gesehen. Die Elemente der Mauer mit den drei Zinnen leitet das Grafengeschlecht von der Würdigung Kaiser Friedrichs III. ab, wo sich im Kreuzzug Conrad v. Weissenwolff bei der Eroberung der Stadtmauer von Damaskus derart auszeichnete, dass ihn hinterher der Kaiser nicht nur zum Ritter schlug, er verlieh ihm auch das Recht, diese Mauerkrone („coronam muralem“) in seinem Wappen zu führen. Zum Weissen Wolf kamen so auch die Zinnen von Damaskus.