Steingarten Steyregg - (01) Weinsberger Granit

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Besondere Steinausformung
Zustand:
Gut
Erfassungsqualität:
Ort (Bezirk):
4221 Steyregg (Urfahr-Umgebung)
Adressbeschreibung:
an der südlichen Stadtmauer zwischen der Durchgangsöffnung westseitig und dem Zaun zum Kinderspielplatz ostseitig
Adresse (Ortschaft):
Stadtturmgasse 8
Breiten-, Längengrad:
48.284587, 14.371092 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
85 cm

b) Gesamtbreite:
120 cm

c) Gesamttiefe:
90 cm
AKfKDF_Bemassung_Allgemein_Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
Weinsberger Granit 1 "Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergeß`ich nimmer!" - ist uns allen im Ohr, das ist der Granit. Der weiße Feldspat mit ca. 60% des Volumens bildet die großen eckigen Bestandteile. Die glasglänzenden Körnchen, etwa 30% des Volumens, sind Quarz. Der Rest, die schwarzen, glänzenden Blättchen, ist der Dunkelglimmer oder Biotit genannt. Dieser Granittypus aus unserem Gebiet gehört zu den ältesten Formen. Alter: ca. 320 Millionen Jahre

ist Wegstation
Weg
Steyregg - Steingarten (11 Stationen)
Wegstation
1
Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine
Weinsberger Granit

Stein-Technik

naturbelassen

Errichtung
2019

Errichtungsgrund
Anlass mit aktuellem Bezug

Bei der Begehung des Pfenningberges mit dem Geologen Mag. Erich Reiter entstand die Idee beim Heimatverein Steyregg die Mühlviertler Geologie in Form eines Steingartens der Bevölkerung näher zu bringen.

Der Weinsberger Granit gehört zu den ältesten Graniten der Böhmischen Masse in Oberösterreich. Kennzeichnend sind die großen, weißen Kalifeldspate (Mikroklin), die in Einzelfällen mehr als 10 cm Länge aufweisen. Im Längsbruch erkennt man schön die Kristallform, meistens in Form von Doppelkristallen, sogen. „Karlsbader Zwillingen“. Die glatten Spaltflächen glänzen in der Sonne. Im Kontrast zum hellen Feldspat stehen die schwarzen, blättchenförmigen Glimmer (Biotit). Der Quarz bildet als sogenannter „Zwickelfüller“ glasglänzende, etwas dunklere Stellen zwischen Feldspat und Glimmer.

Verwendungsbeispiele: geschnittene und geschliffenen Platten als Fassadenverkleidung bzw. Grabsteine. Der letzte Steinbruch dieser Granitart liegt im Weingraben (Naturdenkmal) bei St. Georgen an der Gusen.

Alter: etwa 320 Millionen Jahre

alternative Quelle
Recherchen Willibald Kutscher vom 17.04.2020
Datenbankerfassung
2021-03
Kutscher Willibald
Letzte Überarbeitung
2024-10
KD Administrator
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich