Der Weinsberger Granit gehört zu den ältesten Graniten der Böhmischen Masse in Oberösterreich. Kennzeichnend sind die großen, weißen Kalifeldspate (Mikroklin), die in Einzelfällen mehr als 10 cm Länge aufweisen. Im Längsbruch erkennt man schön die Kristallform, meistens in Form von Doppelkristallen, sogen. „Karlsbader Zwillingen“. Die glatten Spaltflächen glänzen in der Sonne. Im Kontrast zum hellen Feldspat stehen die schwarzen, blättchenförmigen Glimmer (Biotit). Der Quarz bildet als sogenannter „Zwickelfüller“ glasglänzende, etwas dunklere Stellen zwischen Feldspat und Glimmer.
Verwendungsbeispiele: geschnittene und geschliffenen Platten als Fassadenverkleidung bzw. Grabsteine. Der letzte Steinbruch dieser Granitart liegt im Weingraben (Naturdenkmal) bei St. Georgen an der Gusen.
Alter: etwa 320 Millionen Jahre