Mauthausener Granit gehört sozusagen zu den „klassischen“ Granittypen Österreichs. Große Teile des Wiener und Budapester Straßenpflasters, Pfeiler diverser Donaubrücken, Säulen und Denkmäler sind aus diesem Material.
Dieser kleinkörnige Granit gehört zur jüngeren Gruppe der Tiefengesteine in der Böhmischen Masse. Er ist weitgehend homogen aufgebaut und meist frei von „störenden“ Einschlüssen. Bei genauer Betrachtung mit freiem Auge, besonders aber unter der Lupe, sind auch hier die charakteristischen Hauptbestandteile Feldspat (porzellanweiß, mit glatten Spaltflächen), Quarz (glasig-durchscheinend) und Biotit (Dunkelglimmer, schwarze glänzende Blättchen) zu erkennen.
Die gute Spaltbarkeit ist bis heute ein wichtiges Kriterium für die Verwendung als Pflasterstein, Bordstein u.ä. Die wichtigsten Steinbrüche sind heute bei Perg (Naarntal) und im Oberen Mühlviertel (Plöcking bei Kleinzell).
Alter: ca. 310 Millionen Jahre