In Lorch, beim Haus Nr. 8 finden wir die “Lorcher Kapelle“, früher auch als Alkin Kapelle bezeichnet. Diese Kapelle hat ein Satteldach mit Biberschwanzziegeln gedeckt und als Bekrönung ein eisernes Kreuz. Bemerkenswert ist der Blendgiebel, der ebenfalls mit Biberschwanzziegeln gedeckt ist. Die Traufenlinie ist zur Hohlkehle geputzt und am unteren Rand vorkragend, darunter schließt sich ein mehrfach profiliertes Umlaufgesims an. Mehrfachprofilierte Putzrahmen säumen auch das Auge Gottes.
Durch ein hübsch verziertes Eisengitter, welches sperrbar ist, gibt sie den Blick frei auf eine Marienstatue und einige nette Bilder.
Der Eingang ist durch ein gewölbtes Blechdach, dessen Mitte vorne zwei Voluten zieren, beschirmt. Darüber finden wir die Jahreszahl 1833. Der Fassungsraum ist für 10 Personen.
Die ehemalige Besitzerin erwarb das Objekt im Jahr 1938 und kann keinerlei Auskünfte über Entstehung und Stifter geben.
Im Jahr 2023 wurde die Kapelle durch die neuen Besitzer, der Dorfgemeinschaft Lorch vertreten durch die Familie Blöchl vollständig restauriert und die beiden mächtigen Linden vor der Kapelle durch junge Bäume ersetzt.