Turnerdenkmal beim Friedhof

Stammdaten

Permalink:
Kategorie:
Gedenkstein / Gedenktafel (freistehend)
Zustand:
Gut
Erfassungsqualität:
Ort (Bezirk):
4730 Waizenkirchen (Grieskirchen)
Adressbeschreibung:
An der Friedhofstraße, gegenüber dem Haupteingang zum Friedhof
Adresse (Ortschaft):
Friedhofstraße (Waizenkirchen)
Breiten-, Längengrad:
48.328461992206, 13.861458797169 (Navigation starten)
a) Gesamthöhe (ohne Bekrönung):
232 cm

b) Gesamtbreite:
190 cm

c) Gesamttiefe:
186 cm
AKfKDF_Bemassung_Allgemein_Vereinheitlicht
Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
1914 + 1918 Turnverein Waizenkirchen Leopold Schuster 1914 Alois Mayer 11.10. 1914 Karl Stegner 29.10.1914 Karl Wiesner 29.4.1915 Andreas Kaiserseder 17.10.1916 Josef Kaiserseder 25.3.1917 Johann Birgmayr 21.6.1917 Ferdinand Leeb 22.11.1919

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Eingemeißelte Inschrift auf der Steintafel an der Vorderseite des Denkmals.


Inschrift
Inschriftentyp

Einfache Inschrift
Den toten und vermissten Kammeraden 1939 1945 1922 1983 ÖTB Logo

Kommentar zu dieser/diesen Inschriften
Eingemeißelte Inschrift auf der Steintafel an der Rückseite des Denkmals.


Symbol

Kreuz: Tatzenkreuz
Eingestemmt zwischen den Jahreszahlen 1914 - 1918 auf der Vorderen Steintafel.

Stein
Stein-Art

Granit/Granitverwandte Gesteine

Stein-Technik

behauen

Errichtung
1922 - 1987

Errichtungsgrund
Anlass mit zurückliegendem/historischem Bezug

Zum Gedenken an die gefallenen und vermissten Turnbrüder der beiden Weltkriege.

Der 1862 in Waizenkirchen gegründete "Allgemeine Turnverein" setzte zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen und vermissten Turnbrüder im Jahr 1922 an der Bundesstraße ein Denkmal. Der nachmalige Bürgermeister Franz Arthofer, Bauer am Reisingergut, stellte den nötigen Grund zur Verfügung. In weiterer Folge wurde das Denkmal auch für die Opfer des zeiten Weltkrieges adaptiert.

Durch die Neutrassierung der Bundesstraße musste das Denkmal abgetragen werden. Im Einvernehmen mit der Pfarre und Gemeinde wurde es am Friedhofvorplatz neu errichtet und 1987 anlässlich des 125jährigen Bestehens des Vereines feierlich enthüllt.

Das Fundament ist so wie der gesamte Aufbau aus Granit gefertigt. Die Granitsteine am Fundament und am Sockel sind grob behauen und weisen eine quaderförmige Form auf. Die Steine sind mit Mörtel miteinander verbunden.

Der Aufsatz ist an den Seiten mit kleineren grob behauenen Quadersteinen aufgeführt. Die Ecken bilden exakter behauene Pilaster, welche mit dem Satteldachsteinen  Nischen bilden.

Die beiden gegenüberliegenden Ansichtsseiten sind gleichwertig, in der Nische jeder dieser Seiten befindet sich eine fein behauene Granittafel mit eingemeißelter schwarz eingefärbter Schrift.

Eine Seite dient dem Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen und vermissten Turnbrüder. Die Personen sind einzeln mit Datum angeführt. Am Giebel ist in runder Form das Turnerkreuz eingemeißelt, die vier “F“ sind erhöht ausgeführt, der Hintergrund schwarz eingefärbt.

An der gegenüberliegende Seite hat man eine Tafel für die gefallenen Turnbrüder aus dem Zweiten Weltkrieg angebracht. Der Text lautet: „Den toten und vermissten Kammeraden 1939 I 1945.“ In den unteren Ecken ist links das Errichtungsjahr „1922“, rechts „1983“ eingemeißelt.

Das Dach bilden exakt behauene satteldachförmig ausgeführte Steine.

 

Literaturquelle
1995
Datenbankerfassung
2025-02
Kriegner Wolfgang
Letzte Überarbeitung
2025-07
Heilingbrunner Brigitte
© Arbeitskreis für Klein- und Flurdenkmalforschung in Oberösterreich