Der 1862 in Waizenkirchen gegründete "Allgemeine Turnverein" setzte zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen und vermissten Turnbrüder im Jahr 1922 an der Bundesstraße ein Denkmal. Der nachmalige Bürgermeister Franz Arthofer, Bauer am Reisingergut, stellte den nötigen Grund zur Verfügung. In weiterer Folge wurde das Denkmal auch für die Opfer des zeiten Weltkrieges adaptiert.
Durch die Neutrassierung der Bundesstraße musste das Denkmal abgetragen werden. Im Einvernehmen mit der Pfarre und Gemeinde wurde es am Friedhofvorplatz neu errichtet und 1987 anlässlich des 125jährigen Bestehens des Vereines feierlich enthüllt.
Das Fundament ist so wie der gesamte Aufbau aus Granit gefertigt. Die Granitsteine am Fundament und am Sockel sind grob behauen und weisen eine quaderförmige Form auf. Die Steine sind mit Mörtel miteinander verbunden.
Der Aufsatz ist an den Seiten mit kleineren grob behauenen Quadersteinen aufgeführt. Die Ecken bilden exakter behauene Pilaster, welche mit dem Satteldachsteinen Nischen bilden.
Die beiden gegenüberliegenden Ansichtsseiten sind gleichwertig, in der Nische jeder dieser Seiten befindet sich eine fein behauene Granittafel mit eingemeißelter schwarz eingefärbter Schrift.
Eine Seite dient dem Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen und vermissten Turnbrüder. Die Personen sind einzeln mit Datum angeführt. Am Giebel ist in runder Form das Turnerkreuz eingemeißelt, die vier “F“ sind erhöht ausgeführt, der Hintergrund schwarz eingefärbt.
An der gegenüberliegende Seite hat man eine Tafel für die gefallenen Turnbrüder aus dem Zweiten Weltkrieg angebracht. Der Text lautet: „Den toten und vermissten Kammeraden 1939 I 1945.“ In den unteren Ecken ist links das Errichtungsjahr „1922“, rechts „1983“ eingemeißelt.
Das Dach bilden exakt behauene satteldachförmig ausgeführte Steine.